Das antike Griechenlands (ca.750 v.Chr. bis 146 v. Chr.) hat die Entwicklung der europäischen Zivilisation maßgeblich mitgeprägt und ihm verdanken wir Bezeichnung „Kammer” (kamára) für das Schlafzimmer. Im römischen Reich (600 v. Chr – 500 n. Chr.) entwickelte sich das Herrenhaus (Domus) ein einfaches Atriumhaus. Da viele Römer sehr beengt wohnten, mussten sie ihre Zimmer zu mehrerlei Zwecken benutzen wie zum Wohnen, Schlafen, Essen, Kochen und manchmal auch zum Arbeiten. 

Im typischen römischen Schlafgemach wurde, selbstverständlich im Liegen, mit Freunden oder Geschäftspartnern gespeist, geredet, nachgedacht. Die „Cubiculum“, meist ein Nebenraum des Atriums, war das Schlafzimmer des römischen Hauses und ebenfalls sehr spartanisch ausgestattet. Zum Abstellen der Sandalen lag vor dem Bett ein „cubile“ (Matte oder Teppich), unseren heutigen Bettvorlegern ähnlich. Die am Tag getragene Kleidung legte man über einen Stuhl und die übrigen Kleidungsstücke wurden in einer Truhe aufbewahrt. Ganz wichtiger Einrichtungsgegenstand im Schlafzimmer waren Nachttöpfe oder -stühle. 


Von Hostius, einem reichen römischen Wollüstling zurzeit Kaiser Augustus. (63 v. Chr. – 14 n. Chr.) wird berichtet, dass seine Wände im Schlafzimmer mit Spiegeln bedeckt waren und er sich eines Vergrößerungsspiegels bediente um sich an den Reflexen des Geschlechtsaktes zu erfreuen.
Er pflegte zu sagen. „ Wenn alle Teile meines Körpers in Lust schwelgen sollen meine Augen auch einen Genuss haben“.


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