Bewegung hilft gegen Rückenschmerzen – doch auch guter Schlaf trägt viel zur Beschwerdefreiheit bei. Was Sie sonst noch für einen gesunden Rücken tun können und worauf Sie bei Bett, Matratze, Decke und Kissen achten sollten. 

Das Büchlein „RÜCKENTIPPS ABC“ hält auf 50 Seiten auf unterhaltsame Art wertvolle Hinweise zu „richtigem und falschem Verhalten“ bereit. Zu beziehen hier auf Bewegung und ergonomisch gesunder Schlaf. 

Der Tag der Rückengesundheit steht 2018 unter dem Motto „Rückenfit an der frischen Luft“. Bewegung an der frischen Luft ist eine Wohltat für Körper und Geist. Der Körper wird trainiert, der Kopf wird frei und die frische Luft regt die Körperfunktionen an. Scheint auch noch die Sonne, werden Glückshormone freigesetzt – was gibt es Schöneres? 

Woher kommen eigentlich die lästigen Rückenschmerzen? 

80% der Deutschen leiden mindestens einmal im Leben darunter – damit verdienen die Rückenschmerzen den Titel „Volkskrankheit Nr. 1“. Sie sind zumeist kein akutes Problem – außer, wenn zum Beispiel ein Wirbel „herausspringt“. So eine Wirbelblockade kann durch Fehlhaltungen oder falsches Heben entstehen, lässt sich gut behandeln und kann nach kurzer Zeit wieder ganz verschwunden sein. Anders sieht es bei chronischen Rückenschmerzen aus. Bei nur einer geringen Anzahl von Personen lassen sich die Schmerzen auf körperliche Ursachen – wie z. B. eine Wirbelverletzung,  Entzündung oder einen Bandscheibenschaden zurückführen. Meistens sind sie ein Anzeichen dafür, dass mit den Sehnen, Bändern, Muskeln oder Gelenken etwas nicht stimmt. Auslöser dafür sind in vielen Fällen fehlende Bewegung oder ungeeignete Sitz- und Schlafmöbel. In Verbindung mit psychischen Belastungen entstehen schmerzhafte Verspannungen und sehr unangenehme Schmerzattacken. Wer also immer im Stress ist und private Probleme mit sich herumträgt, ist anfälliger für Rückenschmerzen. Natürlich spielt auch der Verschleiß im Laufe des Lebens eine Rolle als Auslöser für Rückenschmerzen.

Was hilft bei Rückenschmerzen? 

Tja, eine allgemeingültige Antwort bzw. Lösung gibt es leider nicht. So vielfältig wie die Beschwerden an Muskeln, Nerven, Sehnen oder dem knöchernen Skelett sind, ist auch deren Therapie. Grundsätzlich kann man vier Therapieformen unterscheiden: Manuelle Therapien (Massagen, Chiropraktik), alternative Therapien (Akupunktur, Homöopathie), medikamentöse Therapien (Schmerzmittel, Entzündungshemmer) und chirurgische Therapien (Operation, minimalinvasive Eingriffe).

Vorbeugen ist besser als Heilen – Bewegung hält den Rücken in Form! 

Am besten sind vorbeugende Maßnahmen, die Rückenschmerzen erst gar nicht aufkommen lassen – wie Entspannungsübungen, Rückengymnastik und vor allem Bewegung in jeder Form. Keine Angst, Bewegung muss nicht gleich Leistungssport sein, wenn Sie der Typ dafür sind, versuchen Sie Yoga oder Pilates. Rückenstärkende Gymnastik ist ein gutes Mittel gegen Schmerzen. Sie können aber auch ganz ohne Aufwand mehr Bewegung in den Alltag integrieren: Nehmen Sie das Fahrrad, um zur Arbeit zu gelangen – oder gehen Sie zu Fuß. Wenn Sie weiter entfernt wohnen, steigen Sie einfach eine Station früher aus den öffentlichen Verkehrsmitteln aus und laufen Sie den Rest – oder Sie stellen das Auto einfach auf einem weiter entfernten Parkplatz ab. Nehmen Sie immer die Treppe, statt den Lift. Machen Sie in der Mittagspause einen kleinen Spaziergang mit Kollegen …

Rückenfit an der frischen Luft – ein paar Anregungen

Folgen Sie dem Motto des Tags der Rückengesundheit und bewegen Sie sich mehr in der Natur – der beginnende Frühling macht es Ihnen noch leichter, die Wohnung zu verlassen und etwas für die Gesundheit zu tun. Eine kleine Radpartie mit Freunden, ein entspannter Spaziergang mit dem Partner, eine kleine Wanderung am Wochenende oder ein Spielplatzbesuch mit den Kindern ist, weitaus besser und gesünder für den Rücken, als auf dem Sofa zu sitzen. Sie sehen, es muss nicht immer Leistungssport sein – beim Fahrradfahren, Joggen oder Nordic-Walking kommt es nicht auf Höchstleistungen an, sondern auf Kontinuität, Ausgewogenheit und vor allem auf die Freude an der Bewegung. Ein besonders guter Tipp ist auch das Schwimmen – beim Schwimmen werden alle Muskeln in Anspruch genommen und durch die Auftriebskraft des Wassers wird die Wirbelsäule entlastet. Und wenn die Temperaturen wieder sommerlich werden, können Sie Ihre Bahnen am nächsten Badesee ziehen und herrlich entspannen …

Alles braucht einen Gegenpol – wer sich vie