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Sie befolgen alle Schlaftipps und schlafen trotzdem schlecht? Vielleicht liegt es an Ihrem Bettsystem. Bei der Planung des neuen Bettes inkl. Matratze entscheidet häufig der Preis oder die Werbung. Für 299 Euro wird die Matratze für jeden versprochen.

Dabei ist der Mensch zu verschieden, jeder Körpertyp individuell. Die Folge: Viele Schlafstörungen sind auf eine fehlerhafte Matratze zurückzuführen. Im folgenden Artikel möchten wir Ihnen einmal vorstellen, worauf Sie beim Betten- und Matratzenkauf achten sollten.

Wie groß darf es sein?

Eigene Schlafgewohnheiten, die familiäre Situation, der Beziehungsstatus sowie Platz- und Kostenfaktoren spielen bei der Wahl nach der richtigen Matratzengröße eine entscheidende Rolle. Dennoch gibt es einige Standardgrößen, die die Entscheidung vereinfachen.

90 x 200 cm

Die kleinste übliche Matratzengröße ist für Kinder und Singles ausgerichtet. Auch im Gästezimmer findet sie wunderbar Platz. Mit dem Alter wird jedoch eine größere Matratze notwendig sein. Auch unruhige Schlaftypen werden mit der geringen Breite Probleme haben.

100 x 200 cm

10 cm mehr Platz in der Breite schafft Raum für große Kissen, bessere Bewegungsfreiheit. Ansonsten gilt das Gleiche wie bei einer 90 x 200 cm Matratze auch. Tipp: Da Sie aufgrund der Größe meist auf derselben Stelle schlafen, neigen günstige Matratzen zur Kulenbildung. Achten Sie daher auf Qualität und wenden Sie die Matratze, wenn sie für die Dauer sein soll.

140 x 200 cm

Die Standardgröße für Paare ermöglicht zwei Personen ausreichend Platz. Nur bei zwei unruhigen Schläfern ist ein größeres Modell notwendig.

180 x 200 cm

Klassische Ehebetten sind noch einmal 40 cm breiter. Hier hat jeder Partner maximale Bewegungsfreiheit. Die Matratze inkl. Bettgestell sind hier groß. Je nach Schlafzimmergröße sollte gegebenenfalls doch ein kleines Modell in Erwägung gezogen werden.

200 x 200 cm

Möchte das Kind mit im Bett schlafen (oder ein Haustier), geht es mit der quadratischen Matratze noch eine Spur größer. Auch hier ist das Wechseln der Schlafpositionen und Wenden der Matratze essentiell, damit die Investition lange hält.

Die Größe steht fest, wie geht es weiter?

Welche Matratzenart wählen Sie?

Da nicht jeder Mensch gleich ist, bestimmen die nachfolgenden Kriterien bei der Auswahl einer Matratze eine entscheidende Rolle:

  • Schlafposition
  • Gewicht
  • Temperaturempfinden
  • Allergien
  • Orthopädie
  • Schlafverhalten

Auch das Thema Nachhaltigkeit wird immer relevanter.

Matratzenarten

Federkernmatratzen

Sie überzeugen durch eine lange Lebensdauer, hohe Atmungsaktivität und gute Punktelastizität bei (Tonnen-)Taschenfederkernmatratzen. Dafür gibt es ein Risiko für Milbenbefall, die Matratze ist relativ schwer und mit verstellbaren Lattenrosten in der Regel nicht kombinierbar.

Kaltschaummatratzen

Kaltschaummatratzen haben hervorragende Liegeeigenschaften und eine optimale Luftzirkulation. Sie neigen weder zur Kuhlenbildung noch zu Milben. Die Qualität einer Kaltschaummatratze ist vor allem an einem hohen Raumgewicht (Dichte des eingesetzten Schaumes) und einer hohen Stauchhärte zu erkennen. Wichtig: Ein guter und vor allem richtig eingestellter Lattenrost!

Latexmatratzen

Diese bestehen aus synthetischem Latex oder aus Naturkautschuk. Besonders für Allergiker ist dies interessant. Latexmatratzen sind ein Allrounder. Sie haben eine hervorragende Punktelastizität, eignen sich für alle Schlaftypen und hält sehr lange. Dafür sind sie relativ teuer und schwer sowie verfügen über keine so gute Luftzirkulation.

Viscoschaummatratzen

Die obere Schicht einer Viscoschaummatratze besteht aus thermoelastischem Schaumstoff. Diese bestehen aus thermoelastischem Schaumstoff, der sich exakt der Körperform anpasst und oftmals „Memory Foam“ (englisch: Gedächtnis- Schaum) genannt wird. Der Matratzenkern kann zum Beispiel aus Kaltschaum oder Taschenfedern bestehen, auf den eine entsprechende Schaumlage aufgebracht wird. Die Matratze ist sehr gut stützend und weist eine druckentlastende Wirkung auf. Außerdem ist sie resistent gegen Milben. Bauchschläfer und Personen mit einem hohen Körpergewicht sollten auf Viscomatratzen jedoch verzichten, da sie zu tief einsinken, was ein Hohlkreuz fördert.

Wie hart darf es sein?

Der Härtegrad (H) ist eine Orientierungshilfe beim Matratzenkauf. Dabei gibt es aber keine Norm, sodass sich eine Matratze mit dem Härtegrad 2 härter anfühlen kann als eine Matratze eines anderen Herstellers mit dem Härtegrad 3. Zudem unterscheiden manche Hersteller von H1 bis H4, andere von H1 bis H5. Als eine gute Orientierung gilt:

  • Härtegrad 1 = weich, für Personen bis 60 kg Körpergewicht
  • Härtegrad 2 = mittel, für Personen bis 80 kg Körpergewicht
  • Härtegrad 3 = hart, für Personen über 80 kg Körpergewicht
  • Härtegrad 4 = sehr hart, für Personen über 100 kg Körpergewicht

Härtegrad zu weich

Der Körper und die Wirbelsäule laufen Gefahr, durchzuhängen. Die eigentlich gewünschte Regulierung von Wirbelsäule, Bandscheibe und Muskulatur wird so nicht erreicht.

Härtegrad zu hart

Die Wirbelsäule droht, sich zu verbiegen, die Schultern bekommen zu viel Druck und Rückenschmerzen sind oft die Folge. Zudem sind Druckstellen an Schulter und Hüfte möglich.

Der richtige Härtegrad

Hier wird der Körper punktgenau unterstützt, Schulter und Hüfte haben die Möglichkeit, in der Seitenlage einzusinken und die Wirbelsäule bildet eine gerade Linie.

Wie lange hält eine Matratze?

Eine gute Matratze hält in der Regel bis zu 10 Jahre. Matratzen haben nur eine begrenzte Lebensdauer, weil mit der Zeit die verwendeten Materialien ermüden und die Matratze so an Elastizität und Stützkraft verliert. Der über die Jahre abgegebene Schweiß sowie Milben, Licht und Temperaturwechsel tun ihr Übriges, dass die Matratze nach einem Jahrzehnt ausgewechselt werden sollte.

Sie möchten noch mehr zu diesem Thema erfahren? Dann empfehle ich Ihnen meinen Online-Kurs zu diesem Thema. Dort lernen Sie alles Wichtige, damit Sie garantiert keinen Fehlkauf tätigen und auf der richtigen Matratze schlafen.

Und, ganz wichtig: Auch der Lattenrost, das Kissen und die Zudecke muss passen, damit Sie morgens erholt und nicht mit Schmerzen aufwachen.

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Ihr Markus Kamps
Schlafcoach

Übrigens: Sie können mich in dem NDR Beitrag „Die schlaflose Republik“ am 23. März 2020 oder später in der Mediathek zu diesem und weiteren Themen sehen.