Schlafwandeln, <center>Schlafwandeln</center>

 

Quelle: Shutterstock Urheber RATOCA• Bildnummer: 90983513

 

Schon der Begriff „Schlafwandeln“ erklärt eigentlich alles, wissenschaftlich ist es schon etwas komplizierter. Schlafwandeln (Somnambulismus) ist eine Schlafstörung in dem Phänomene von Schlaf und Wachsein kombiniert sind und gehört zu der Untergruppe der Parasomnien.

In der Alltagssprache ist der Begriff ebenfalls gebräuchlich. Man spricht von „schlafwandlerischer Sicherheit „ was so viel bedeutet, wie die Fähigkeit, etwas wie im Schlaf zu können

Das Schlafwandeln ist ein Zustand veränderter Bewusstseinslage, der Reaktivität und motorischer Fertigkeiten bei dem der Mensch im Schlaf das Bett verlässt und umhergeht oder manchmal auch komplexere Dinge tut. Dies geschieht meist während des ersten Drittels des Nachtschlafs, Schlafwandler verlassen manchmal ihr Schlafzimmer und zeitweilig auch das Haus. Schlafwandler bewegen sich auf ihrem nächtlichen Streifzug zwar zielgerichtet und haben das Bestreben, immer geradeaus zu laufen.

Schlafwandler haben meist geöffnete Augen und einen leeren, starren Gesichtsausdruck und sind dabei einem beträchtlichen Verletzungsrisiko ausgesetzt. So fallen Schlafwandler mitunter Treppen herunter, laufen gegen Wände oder stoßen sich an Möbeln. Die meisten Schlafwandler kehren selbständig wieder in ihr Bett zurück und schlafen weiter. Nach dem Aufwachen können sie sich in den meisten Fällen an nichts mehr erinnern;

Auffällige Verhaltsweisen sind z.B.

  • Aufsetzen und Umherschauen im Bett,
  • Ziehen an der Bettdecke
  • Untersuchen der Wand am Bett
  • Kleider anziehen
  • in andere Zimmer laufen
  • Fenster oder Türen öffnen
  • Das Haus verlassen
  • ausdrucksloses, starres Gesicht
  • keine Erinnerung an das Schlafwandeln nach dem Aufwachen
  • gezielte und gerichtete, teils komplexe Handlungen
  • Entwicklung von Hunger während des Schlafwandelns

Über die Häufigkeit des Phänomens liegen nur Schätzungen vor. Bei Erwachsenen geht man von ein bis zwei Prozent chronischen Schlafwandlern aus, bei Kindern sind dagegen zwischen 10 und 30 Prozent betroffen (das entspricht etwa 15 Prozent der Fünf- bis Zwölfjährigen). Jedoch wandeln nur 3 bis 4 Prozent der Kinder häufiger im Schlaf umher. In etwa 70 bis 80 Prozent der Fälle verschwindet die Neigung bis zur Pubertät. Auch bei Erwachsenen handelt es sich nicht immer um eine andauernde Erscheinung, mitunter tritt sie nur einmalig oder wenige Male auf.



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