So genannte Parasomnien („Para“ = griechisch: nebenher, bei, während und „Somnia“ = lateinisch: der Schlaf) gehören zu den Schlafstörungen und unterscheiden sich etwa von den Insomnien. Während zu den Insomnien Ein- und Durchschlafstörungen als Varianten der Schlafstörungen zählen, sind Parasomnien unerwünschte und unangemessene Verhaltensauffälligkeiten, die überwiegend aus dem Schlaf heraus auftreten, wie Schlafwandeln, Angstzustände, Panikattacken oder nächtliches Zähneknirschen.

Parasomnien werden in vier Gruppen unterteilt:

Aufwachstörungen (nur teilweises Erwachen aus dem Schlaf)

  • Schlaftrunkenheit (Zustand der Verwirrtheit nach dem Erwachen)
  • Schlafwandeln (komplexe Verhaltensweisen, die aus dem Tiefschlaf beginnen und bis zum Gehen im Schlaf führen können)
  • Pavor nocturnus (Plötzliches schreckhaftes Erwachen aus dem Tiefschlaf mit Schrei und intensiver Furcht)

Störung des Schlaf-Wach-Übergangs (Störungen beim Übergang vom Wach-zum Schlafzustand);

  • Einschlafzuckungen (Plötzliche Kontraktionen der Beine beim Einschlafen)
  • Sprechen im Schlaf ( sprachliche Äußerungen im Schlaf ohne Wahrnehmung)
  • REM-Schlaf-assoziierte Parasomnien (Parasomnien, die im REM-Schlaf auftreten; Auswahl):
  • Alpträume ( Angsterregende Träume, die den Schläfer wecken)
  • Schlaflähmung (Beim Einschlafen oder Aufwachen auftretende Zustände, in der willkürliche Bewegungen nicht möglich sind).

Andere Parasomnien:

  • Bruxismus (Nächtliches Zähneknirschen)
  • Primäres Schnarchen (laute Atemgeräusche der oberen Luftwege)

Bei all diesen Störungen wird der Schlafprozess unterbrochen und ein erholsamer Schlaf somit verhindert. In der Regel sind Parasomnien durch auffällige Verhaltensweisen gekennzeichnet. Meist ist das ganz harmlos, sie können die Gesundheit jedoch auch ernstlich belasten und damit eine Behandlung notwendig machen.

Siehe auch

Alptraum, Schlafwandeln, Schlaftrunkenheit



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