Der Futon ist seit mehr als viertausend Jahren die traditionelle Schlafunterlage in Japan bekannt.

Der Begriff Futon lautet übersetzt „Decke“. Es bedeutet im erweiterten Sinn ‚Bettplatz / Schlafstätte‘ (in unserem Verständnis: Matratze). Unterteilt wird der Futon in die Schlafunterlage „Shikibuton“ (dt. „Auslege-Futon“) und die „Kakebuton“ (dt. „Bettdecke“).
Japan ist das Land, wo es bis vor ganz kurzer Zeit überhaupt keine Betten gab, denn Japan hat es alles, aber keinen Platz und aus diesem Grund sind die Wohnungen klein und teuer. Auch heute schlafen die meisten Japaner auf diesen einfachen, traditionellen Futons. Der Wohlhabende kann auf fünf oder sechs Futons liegen und sich mit so vielen, wie ihm beliebt zudecken, während arme Leute sich mit zwei oder drei begnügen müssen.
Ein Shikibuton ist viel dünner als eine westliche Matratze. In seiner ursprünglichen Form besteht er ’nur‘ aus einer Baumwoll- oder Seidenhülle, die mit Baumwolle gefüllt ist. Er ist circa zehn Zentimeter hoch und einen Meter breit und 1,80 m lang.
Der Kakebuton – die Bettdecke -, besteht aus ähnlichem Material und ist rechteckig, kann aber auch die Form eines Kimono mit Ärmeln und Kragen haben.
Der Begriff Futonbett und seine Bedeutung haben sich mit der Zeit so stark entwickelt, dass selten jemand deren genaue Herkunft kennt. In vielen anderen Ländern versteht man darunter eine niedrige Liege oder ein Bett, das nahe am Boden ist, da es gekürzte Bettbeine hat.
Da es in westlichen Ländern nicht üblich ist, auf dem Boden zu schlafen, wurde eine Mischung aus der japanischen Methode und dem uns bekannten Bett entwickelt.
Echt japanische Futons bestehen nur aus Baumwolle, in Europa werden jedoch Futons eingesetzt, die für europäische Verhältnisse abgewandelt und mit folgenden Lagen versehen sein können:
• Baumwolle
• Schurwolle
• Kokos
• Rosshaar
• Kamelhaar
• Latex
So wurde aus dem Futon eine Futonmatratze und letztendlich die Naturmatratze.


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