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Es war im Jahr 1875, als Richard Caton in Liverpool nachwies, dass sich durch Sinnesreize die elektrischen Ströme in der Hirnrinde beeinflussen lassen. Mit dieser bahnbrechenden Entdeckung hatte er den Grundstein für die heutige Elektroenzephalografie gelegt.

Auch wenn der Physiker Heinrich Wilhelm Dove mit der Entdeckung der binauralen Beats im Jahr 1839 als deren Wegbereiter gilt, hat erst der Biophysiker Gerald Osteri im Jahr 1973 das Potenzial und die damit verbundenen Möglichkeiten der binauralen Beats erkannt. Und vor allem deren Effekte auf das menschliche Wohlbefinden, denn binaurale Beats können die Hirnwellen beeinflussen, was durch verschiedene Studien nachgewiesen wurde.

Was sind binaurale Beats?

Binaurale Beats sind Geräusche oder Töne, die für Dritte nicht hörbar sind. Es handelt sich bei den binauralen Beats somit um imaginäre Töne. Um sie hörbar zu machen, werden beiden Ohren Schall-Wellen zugeführt, die jeweils eine leicht unterschiedliche Frequenz haben. Das Gehirn nimmt diese sofort auf und synchronisiert die unterschiedlichen Frequenzen, indem es eine dritte Frequenz erstellt, die sich aus der Differenz der beiden Frequenzen ergibt und zu der es sich in Beziehung setzt. Dieser Mechanismus wird als Brainwave Entrainment bezeichnet und bedeutet Gehirnwellen-Mitnahme oder auch Gehirnwellen-Synchronisation. Die realen Töne entstehen somit nicht im Ohr, sondern im Gehirn, das ohne Pause aktiv ist.

Die Gehirnwellen und ihre Frequenzbereiche

Das Gehirn erzeugt Wellen, die auf verschiedenen Frequenzen schwingen und produziert dabei beinahe regelmäßig sämtliche Hirnwellenfrequenzen. Doch es gibt immer eine Hirnwellenfrequenz, die in Abhängigkeit von dem, was wir gerade machen oder auch nicht machen, den aktuellen Bewusstseinszustand zeigt. Wellen mit niedrigen Frequenzen können, wenn sie massiv auftreten, Müdigkeit und Trägheit auslösen. Im Gegensatz dazu bewirken zu viele Gehirnwellen mit höheren Frequenzen gesteigerte Reizbarkeit.

Es wurden fünf neurologisch bedeutsame Frequenzbereiche festgelegt:

Delta-Wellen (0,1 – 3,9 Hz)
Delta-Wellen sorgen für einen traumlosen Tiefschlaf mit nachweislich heilender und verjüngender Wirkung, denn in diesem Stadium werden die Selbstheilungs- und Verjüngungsprozesse des Körpers aktiviert. Außerdem stärken die Delta-Wellen in Verbindung mit anderen Gehirnwellen die Intuition und Empathie.

Theta-Wellen (4 – 7,9 Hz)
Die Gehirnwellen, die für Entspannung sorgen, liegen im Theta-Wellen-Bereich. In diesem Bereich sind die seelischen Anteile unbewusst oder unterdrückt versteckt. Als „Hüter“ des Unterbewusstseins wirken die Theta-Wellen im REM-Schlaf und während der Meditation. Stehen sie in Verbindung mit den Alpha-Wellen, können die Informationen der Theta-Wellen verstanden beziehungsweise wahrgenommen werden. Sie verhelfen zu mehr Kreativität und erleichtern die Konzentrationsfähigkeit. Zudem wird davon berichtet, dass sie Stress- und Angstgefühle abbauen. Theta-Wellen helfen somit, deinen Arbeits- oder Privatalltag bedeutend stress- und angstfreier zu gestalten und so eine andere Lebenssituation zu schaffen.
Die Theta-Wellen sind am aktivsten während der Ein- und Leichtschlafphase, während der Traumphase im REM-Schlaf und in der tiefen Phase der Meditation. Dabei treten auch außerkörperliche Erfahrungen auf. Über die Frequenzen der Theta-Wellen erfolgt ein permanenter Informationsaustausch. Theta-Wellen sind im Arbeitsspeicher des Gehirns für die räumliche Orientierung und das Gedächtnis zuständig. Sie beeinflussen somit die Gedächtnisleistung und sollen eine wichtige Funktion bei der Stärkung des Kurz- und Langzeitgedächtnisses haben.
Und noch eine gute Nachricht für Schmerzgeplagte: Das Schmerzempfinden wird reduziert, wenn Beats von Neowake die Theta-Wellen gezielt aktivieren.

Alpha-Wellen (8 – 13,9 Hz)
Alpha-Wellen sind vor allem im Zustand der Entspannung, der Visualisierung und während Tagträumen aktiv. Sie unterstützen die Konzentration beim Lernen und fördern die Kreativität. Das Resultat ist eine gesteigerte Lern- und Erinnerungsfähigkeit. Somit sind diejenigen zu besseren körperlichen und geistigen Leistungen fähig, die Alpha-Wellen bewusst aktivieren können.
Zudem dienen Alpha-Wellen als Brücke zu Theta-Wellen, was gerade bei der Meditation von Vorteil ist, denn so können wir uns nach der Tiefenerfahrung noch an die Inhalte erinnern.

Beta-Wellen (14 – 30 Hz)
Im Wachzustand befinden wir uns im Beta-Wellen-Bereich. Während der niedrigen Frequenzen denken wir klar, sind aufmerksam und kreativ. Sind wir hingegen gestresst, ängstlich, unruhig und üben Selbstkritik, befinden sich die Beta-Wellen in den hohen Frequenzen. Hierbei kommt es auch zur Ausschüttung von Stresshormonen.

Gamma-Wellen (ab 30 Hz)
Die Gamma-Wellen sind aktiviert bei geistigen Höchstleistungen, bei Angst und beim Versuch, Probleme zu lösen. Ferner vermitteln sie mystische Erfahrungen und es kommt zur Veränderung beziehungsweise Optimierung der erregungsleitenden Nervenzellen.

Wie wird die Aktivität der Gehirnwellen bei Schlafstörung getestet?

Die Untersuchung der Gehirnströme erfolgt meist im Schlaflabor. Dort werden die Gehirnwellen, die durch immens viele und schnelle Schwingungen der Nervenzellen entstehen, mittels EEG (Elektroenzephalografie) gemessen. Dadurch kann zeitgleich festgestellt werden, in welcher Schlafphase sich die zu testende Person befindet, zumal sich diese Phasen durch die Frequenzen, auf denen sie fließen, unterscheiden. In diesem Fall wird von gleichbleibenden oder wechselnden Freq