Die Narkolepsie wird im Volksmund auch „Schlafkrankheit“ oder „Schlafsucht“ genannt und ist eine ausgeprägte Form von Hypersomnie.

Es wird vermutet, dass die Häufigkeit des Auftretens bei 25-50 auf 100.000 Einwohner beträgt. Die genauen Zahlen sind nicht bekannt, da davon ausgegangen werden kann, dass die Narkolepsie viel zu selten als solche erkannt wird. In der Regel zeigen sich bis zum 40. Lebensjahr die ersten Symptome, meistens werden diese im zweiten Lebensjahrzehnt beobachtet.

Die klassische Narkolepsie ist eine neurologische Erkrankung der eine Störung der Schlaf-Wach-Regulation zu Grunde liegt. Betroffen sind der Wachzustand, NON-REM- und REM-Schlaf und deren Übergänge mit entsprechend vielschichtigen Symptomen. Untersuchungen zeigten, dass bei Narkolepsie-Betroffenen der REM-Schlaf gleich nach dem Einschlafen einsetzt, ohne vorausgehende Leicht- und Tiefschlafstadien.

Die Narkolepsie zeigt sich zu Beginn meist in starker Tagesmüdigkeit, die oft zu einem Schlafdrang führt, der die betroffene Person unweigerlich einschlafen lässt. Dies passiert oft zu unpassenden Zeiten und führt im Alltag (z.B. beim Autofahren) oder Berufsleben zu großen Belastungen und Gefahren.

Mit der Zeit wird allerdings durch den häufigen Schlaf untertags auch die Nachtruhe gestört.

Weitere Symptome sind:

Kataplexien

der teilweise oder auch vollständige Verlust der Muskelspannung (Tonusverlust), ausgelöst durch starke Emotionen und bei vollem Bewusstsein, kann Stürze verursachen.

Schlafparalyse

die nahezu vollständige Bewegungsunfähigkeit des Körpers während des Schlafs. Lähmung der Muskulatur beim Schlafbeginn oder beim Aufwachen.



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