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Fragebogen

Narkolepsie-Fragebogen

Fragebögen bzw. Selbsttests sind ein häufig verwendetes Verfahren, um den Schweregrad einer Schlafstörung bzw. auch vermutliche Ursachen genauer zu erfassen. Diese Tests sind kein Ersatz für die Beratung oder Behandlungen durch Fachkräfte und Ärzte. Sie ersetzen in keinem Fall die persönliche Untersuchung, Therapie, Beratung oder medizinische Behandlung. Narkolepsie ist eine chronische Schlafstörung, die sich durch starke Tagesmüdigkeit und plötzliche Schlafattacken auszeichnet. Menschen mit Narkolepsie fällt es oft schwer, über längere Zeiträume wach zu bleiben. Narkolepsie kann zu ernsthaften Störungen des Tagesablaufs führen.











Narkolepsie ist eine Schlafstörung, die häufig missverstanden wird. Sie ist durch schwere und anhaltende Tagesmüdigkeit gekennzeichnet, die zu Beeinträchtigungen in Schule, Beruf und Gesellschaft führen und das Risiko schwerer Unfälle und Verletzungen erhöhen kann. Obwohl die Narkolepsie im Vergleich zu vielen anderen Schlafstörungen selten ist, sind Hunderttausende von Amerikanern betroffen, darunter sowohl Kinder als auch Erwachsene. Wenn man die verschiedenen Arten der Narkolepsie, ihre Symptome, Ursachen, Diagnose und Behandlung versteht, können Patienten und ihre Angehörigen besser mit der Krankheit umgehen. Was ist Narkolepsie? Narkolepsie ist eine Störung, die den Schlaf-Wach-Rhythmus unterbricht. Ihr Hauptsymptom ist übermäßige Tagesschläfrigkeit (EDS), die auftritt, weil das Gehirn nicht in der Lage ist, Wachsein und Schlaf richtig zu regulieren. Der normale Schlaf durchläuft eine Reihe von Phasen, wobei der REM-Schlaf (Rapid Eye Movement) in der letzten Phase auftritt, in der Regel eine Stunde oder länger nach dem Einschlafen. Bei Narkolepsie ist der REM-Schlaf unregelmäßig und beginnt oft schon wenige Minuten nach dem Einschlafen, also viel früher als normal. Die REM-Phase tritt bei Narkolepsie-Patienten aufgrund von Veränderungen im Gehirn, die den Schlafablauf stören, schnell ein. Diese Störungen verursachen auch Tagesschläfrigkeit und andere Symptome der Narkolepsie. Arten Nach der Internationalen Klassifikation der Schlafstörungen, dritte Ausgabe2 (ICSD-3), gibt es zwei Arten von Narkolepsie: Narkolepsie Typ 1 (NT1) und Typ 2 (NT2). Narkolepsie Typ 1 NT1 ist mit dem Symptom der Kataplexie verbunden, d. h. dem plötzlichen Verlust des Muskeltonus. NT1 war früher als „Narkolepsie mit Kataplexie“ bekannt. Nicht bei allen Patienten, bei denen NT1 diagnostiziert wird, treten Kataplexie-Episoden auf. NT1 kann auch diagnostiziert werden, wenn eine Person niedrige Werte von Hypocretin-1 aufweist, einem chemischen Stoff im Körper, der bei der Kontrolle der Wachsamkeit hilft. Auch wenn sie zum Zeitpunkt der Diagnose noch nicht vorhanden ist, tritt Kataplexie bei einer erheblichen Anzahl von Menschen mit niedrigen Hypocretin-1-Werten auf3. Narkolepsie Typ 2 NT2 war früher als „Narkolepsie ohne Kataplexie“ bekannt. Menschen mit NT2 haben viele ähnliche Symptome wie Menschen mit NT1, aber sie haben keine Kataplexie oder niedrige Hypocretin-1-Werte. Wenn eine Person mit NT2 später Kataplexie oder niedrige Hypocretin-1-Werte entwickelt, kann ihre Diagnose als NT1 neu eingestuft werden. Diese Änderung der Diagnose kommt schätzungsweise in etwa 10 % der Fälle vor. Wie häufig ist Narkolepsie? Narkolepsie ist relativ selten. In den Vereinigten Staaten sind zwischen 20 und 67 Menschen pro 100.000 Einwohner von NT1 betroffen. Laut einer bevölkerungsbezogenen Studie in Olmstead County, Minnesota, ist NT1 zwei- bis dreimal häufiger4 als NT2, von dem schätzungsweise zwischen 20 und 67 Menschen pro 100 000 betroffen sind. Die Berechnung der Prävalenz der Narkolepsie ist aufgrund von Unterdiagnosen und Verzögerungen bei der Diagnose schwierig. Bei vielen Patienten wird Narkolepsie erst Jahre nach dem Auftreten der ersten Symptome diagnostiziert5. Daher gehen einige Schätzungen von einer Narkolepsie-Prävalenz von 180 pro 100.000 aus. Narkolepsie tritt bei Männern und Frauen etwa gleich häufig auf6 und kann sowohl Kinder als auch Erwachsene betreffen. Narkolepsie kann in jedem Alter auftreten, aber es wurde festgestellt, dass sie im Alter von 15 Jahren ihren Höhepunkt erreicht und im Alter von 35 Jahren erneut auftritt. Symptome Die Symptome der Narkolepsie können sich sowohl tagsüber als auch nachts bemerkbar machen. Zu den häufigsten Symptomen gehören: Übermäßige Tagesschläfrigkeit (EDS): EDS ist das Kardinalsymptom der Narkolepsie und betrifft alle Menschen mit dieser Störung. EDS ist mit einem unwiderstehlichen Schlafbedürfnis verbunden, das am häufigsten in monotonen Situationen auftritt. Schwere Schläfrigkeit führt oft zu Aufmerksamkeitsstörungen. Narkolepsie kann zu „Schlafattacken“ führen, bei denen die Betroffenen ohne Vorwarnung einschlafen. Nach kurzen Nickerchen fühlen sich Menschen mit Narkolepsie in der Regel vorübergehend erfrischt. Automatische Verhaltensweisen: Der Versuch, Schläfrigkeit zu vermeiden, kann automatische Verhaltensweisen auslösen, die auftreten, während eine Person unaufmerksam ist. So kann es beispielsweise vorkommen, dass ein Schüler im Unterricht weiterschreibt, obwohl er eigentlich nur Zeilen oder Kauderwelsch auf das Blatt kritzelt. Gestörter nächtlicher Schlaf: Bei Menschen mit Narkolepsie kommt es häufig zu einer Fragmentierung des Schlafs, so dass sie nachts mehrmals aufwachen können. Auch andere lästige Schlafprobleme wie übermäßige körperliche Bewegungen und Schlafapnoe treten bei Narkoleptikern häufiger auf. Schlaflähmungen: Menschen mit Narkolepsie leiden häufiger an Schlaflähmung, einem Gefühl der Bewegungsunfähigkeit, das beim Einschlafen oder Aufwachen auftritt. Schlafbezogene Halluzinationen: Während des Einschlafens (hypnagogische Halluzinationen) oder beim Aufwachen (hypnopompische Halluzinationen) können lebhafte Bilder auftreten. Dies kann mit einer Schlaflähmung einhergehen, die besonders beunruhigend oder beängstigend sein kann. Kataplexie: Kataplexie ist ein plötzlicher Verlust der Muskelkontrolle. Er tritt nur bei Menschen mit NT1 und nicht mit NT2 auf. Ein Kataplexieanfall tritt häufig als Reaktion auf positive Gefühle wie Lachen oder Freude auf.