Etwa zwei Prozent der Gesamtbevölkerung leiden unter Naturlatex-Sensibilisierung, bei Beschäftigten im medizinischen Bereich sind es zehn bis 17 Prozent.
Die Latexallergie ist eine Allergie gegen Naturlatex – Synthetik-Latex ist unbedenklich – und ist in Deutschland wie auch in vielen anderen hoch entwickelten Ländern mit steigender Tendenz zu beobachten. Besonders häufig betroffen sind die Beschäftigten des Gesundheitswesens. Dabei handelt es sich in der Regel um Haut- oder Atemwegserkrankungen. Es ist einleuchtend, das es zur Auslösung einer Allergie darauf ankommt, wie intensiv und mit welcher Menge des Allergens der Mensch in Berührung kommt.
Dabei fällt auf die Naturlatexmatratze ein geringer Anteil von unter 10 %. Wer also bisher nicht gegenüber Naturlatex sensibilisiert ist, der kann davon ausgehen, dass er nach den bestehenden Kenntnissen durch Schlafen auf einer Latexmatratze keine Allergie gegenüber Naturlatex entwickelt, denn er kommt durch den Drellbezug der Matratze mit dem Matratzenkern nicht in Berührung.
In der ca. 60 Jahre währenden Geschichte der Naturlatexmatratzen wurde ein solcher Fall nicht beobachtet und nicht nachgewiesen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine solche Allergie beim normalen Gebrauch einer sorgfältig produzierten Matratze aus proteinarmen Naturlatex ausgelöst wird, kann als äußerst gering angesehen werden.
Die Hersteller von Matratzen, die das QUL-Siegel tragen, bemühen sich um eine konsequente Verwendung von allergenarmen Naturlatex und der nachträglichen Reinigung der fertigen Latexkerne. Bisher konnte für Matratzen kein Grenzwert definiert werden, da noch keine genormte Methode zur Bestimmung des Proteingehalts für geschäumte Artikel aus Naturlatex zur Verfügung steht.



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