Selten wachen wir in der Position auf, in der wir uns zur Ruhe gebettet haben, denn Bewegungen im Schlaf sind grundsätzlich normal und müssen einen nicht weiter stören, wenn man tagsüber nicht unausgeschlafen ist oder der Lebensgefährte sich beschwert.

Ein Schläfer verändert rund 40- bis 60-mal seine Körperhaltung. Dadurch können sich die Muskeln ausreichend entspannen und die Bandscheiben regenerieren. Für unseren Körper ist es also unbedingt erforderlich, dass wir uns während des Schlafs drehen und „in Bewegung bleiben“. Selbst der entspannteste Schläfer bleibt nicht regungslos liegen und das ist auch gut so.

Die Bewegungen sind eine Schutzfunktion des Körpers und zwingend erforderlich.

Gründe für die Bewegung im Schlaf

  • Eine zu weiche Matratze, die den Schlafenden so tief einsinken lässt.
  • Ein kaltes oder hartes Bett zwingt den Körper ständig zu Haltungswechseln.
  • Ein zu weiches Bett fixiert dagegen, weil für das Umdrehen zu viel Kraft aufgewendet werden muss.
  • Dort wo der Körper auf der Matratze aufliegt, werden die feinen Äderchen in der Haut durch das Körpergewicht abgequetscht und dadurch kann das Blut Haut und Nerven nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und lebenswichtigen Nährstoffen versorgen. Das Gehirn schlägt Alarm und befiehlt dem Körper, die Position zu wechseln.
  • Bandscheiben sind auf regelmäßige Bewegung angewiesen. Würden wir acht Stunden komplett bewegungslos in einer Position bleiben, würden auf lange Sicht unsere Bandscheiben in Mitleidenschaft gezogen. Sie brauchen das Drehen, damit ihre Nährflüssigkeit in einem gleichmäßigen Maße bewegt wird.

Am Häufigsten treten diese Bewegungen in der ersten Nachthälfte auf, vor allem außerhalb der REM-Perioden. Sie entziehen sich jeglicher bewusster Steuerung.

Manch einer wacht ab und an davon auf und empfindet das Drehen daher als störend. Tatsache ist, dass wir nur äußerst selten durch die Bewegung aufwachen und in Wahrheit sehr viel öfter die Liegeposition verändern.



Zum Inhaltsverzeichnis




Beitrag bewerten