Gibt es einen Winterschlaf beim Menschen?

Neuesten Erkenntnissen zufolge ist Winterschlaf auch beim Menschen möglich, denn das Gen dazu haben die Wissenschaftler bei Menschen schon gefunden.

Da das Nahrungsmittelangebot, in westlichen Ländern mehr als ausreichend ist, und auch die Unterkünfte und Transportmittel ausreichend beheizt sind, gibt es jedoch keinen Nutzen eines menschlichen Winterschlafes.

Anderes kann man von einem sibirischen Volksstamm lernen, der noch vor 100 Jahren in der Gegend von Pskov gesiedelt haben soll und der wegen Nahrungsmittelknappheit mit einem Winterschlaf durch den Winter geholfen hat. Nur einmal am Tag aß jeder ein Stück Brot, trank etwas Wasser und sah nach dem Feuer, um das sich alle versammelt hatten, um danach wieder in den Schlaf zu verfallen Volle sechs Monate genoss das Volk dieses geruhsame Dasein – bis die ersten Boten des Frühlings angekommen waren. Seinen Winterschlaf nannte es „Lotska

2006 verblüffte ein Japaner die Öffentlichkeit. Er war während einer Wandertour im Oktober von einem Felsen gefallen und hatte sich schwer verletzt. Bewegungsunfähig fiel er in eine Art Dämmerzustand, den er selbst als erholsamen Schlaf bezeichnete. Nach 24 Tagen fanden ihn Retter. Zu dem Zeitpunkt hatte Mitsutaka Uchikoshi nur noch eine Körpertemperatur von 22°C. Er hat sich vollständig erholt.

Die typische Müdigkeit im Winter hat mit einem Winterschlaf nur wenig zu tun.

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und die Menschen schlafen länger.

Schlafforscher haben dafür eine einfache Erklärung, Schuld daran ist der veränderte Tagesrhythmus: Wird es draußen früher dunkel, gehen viele eben eher ins Bett herausgefunden

„Durch die geringere Lichteinwirkung im Winter wird vermehrt Melatonin ausgeschüttet. Und dieses Hormon hat schlafanstoßende Wirkung“, erläutert Schlafforscher Professor Dr. Jürgen Zulley von der Universität Regensburg. Die Schlaftiefe verändert sich aber nicht. „Nur die Leichtschlafphasen sind verlängert“, so Zulley. Wissenschaftler haben darüber hinaus beobachtet, dass das winterliche Schlafbedürfnis bei Frauen stärker erhöht ist als bei Männern.

Die amerikanische Weltraumbehörde NASA unterstützt großzügig: Forschungsprojekte über den Winterschlaf. Mit geballten wissenschaftlichen Bemühungen hofft die NASA, ihre Vision von bemannten Raumflügen zu „fernen Galaxien und unbekannten Zivilisationen“ Wirklichkeit werden zu lassen.



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