Ein Schlaftagebuch, ist eine Aufzeichnung der Schlaf- und Wachzeiten und weiterer, im Zusammenhang mit Schlafstörungen relevanter Informationen. Es wird gewöhnlich vom Betroffenen selbst oder einer betreuenden Person daheim über einen Zeitraum von zwei oder mehr Wochen geführt. Üblich ist die Aufzeichnung der Angaben durch handschriftliche Eintragung in Vordrucken und zwar meist in Form eines Wochenprotokollblattes, in das der Betroffene jeden Abend und jeden Morgen seine Zubettgeh- und Aufstehzeit, die geschätzte Einschlafdauer, Aufwachhäufigkeit, nächtliche Wachdauer, Gesamtschlafdauer und subjektives Erholtsein am Morgen einträgt.

Diese Fragebögen haben einen nicht zu unterschätzenden Nebeneffekt. Der Betroffene fühlt sich mit seinen Schlafbeschwerden ernst genommen und er muß sich selbst mit den schlafbeeinflussenden Faktoren beschäftigen.

Im Internet sind verschiedene Vordruck-Muster für Abend-Morgenprotokoll zu finden, eine Kurz- und eine Langfassung bietet die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) an

Die Ergebnisse der Aufzeichnungen überraschen vielfach, denn viele Menschen mit Schlafproblemen glauben, dass sie nachts kaum ein Auge zu tun. Das Schlaftagebuch belegt oft, dass sich die Schlummerstunden doch zu einem ganz guten Schlaf summieren. Ist das nicht der Fall, dann ist das Protokoll der erste Schritt zur Therapie.



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