Welche Einflüsse kann das Bett oder unsere Schlafumgebung auf unseren Schlaf haben?

Im Interview diskutieren der Neurobiologe und Schlafforscher Albrecht Vorster und Schlafcoach Markus Kamps über die Bedeutung der vier Elemente (Zudecke, Matratze, Lattenrost und Kissen) eines Bettes:

Eine optimale Abstimmung dieser vier Elemente aufeinander ist von bedeutender Wichtigkeit. Die Zudecke z.B. hat u.a. eine große Bedeutung für das Bettklima und darf daher nicht unberücksichtigt bleiben. Das Klima hat entsprechende Auswirkungen auf die Schlafphasen. Die Festigkeit von Matratzen ebenfalls. Hier zeigen Studien, die ergaben, dass Schläfer kürzer Schlafen, wenn sie auf zu festen bzw. harten Untergründen liegen. Dies erklärt sich dadurch, dass man sich dann Gefäße „abklemmen“ kann oder zu viel Druck auf bestimmte Stellen bekommt. Um dieser Situation zu entgehen oder einen Entlastung herbeizuführen, wird die Schlafmotorik erhöht oder man wacht einfach auf.

Als immens wichtig wird von Herrn Vorster auch auf das „richtige Kissen“ hingewiesen – hier wird erklärt, warum ein modulares bzw. veränderbares Kissen optimal für uns ist.

Die Gretchenfrage

Ist unser Gefühl allein unser bester Ratgeber? Was sollte Ausschlaggebend für den Kauf einer neuen Matratze sein? Nur unser subjektives Gefühl oder auch das Liegebild? Beides! Natürlich sollen wir uns wohl fühlen, ein richtiges „Liegebild“ und verschiedene Funktionen sollten aber gerade bei körperlichen Beschwerden nicht außer Acht gelassen werden. Vor allem, weil viele Beschwerden erst mit der Zeit auftreten können.

Festgehalten werden konnte u.a., dass ein Bett individuell für den Schläfer passen muss und daher auch eine individuelle Beratung nicht nur wünschenswert sondern notwendig ist, wenn man gut Schlafen möchte.

Interview

Unterschätzter Wert des Bettes – Interview mit Albrecht Vorster

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