Schlafterror wird auch „Pavor nocturnus“ genannt. Der Begriff Pavor kommt aus dem lateinischen und bedeutet Zittern vor Furcht, auch Furcht, Angst oder Schrecken. Nocturnus bedeutet nächtlich.

Pavor nocturnus wird auch als Nachtschreck, Schlafterror, Inkubus, „Alpdrücken“ oder nächtliches aufschrecken bezeichnet und tritt wie das Schlafwandeln in zeitlich enger Verknüpfung mit dem Tiefschlaf des ersten Nachtdrittels auf.

Der Pavor nocturnus ist eine Schlafstörung und eine Art von Parasomnie die vorwiegend bei Klein- und Schulkindern zwischen dem vierten und zwölften Lebensjahr auftritt. Nach den Grundschuljahren findet ein deutlicher Rückgang statt.

Vom Pavor nocturnus sind ein bis sechs Prozent der Kinder betroffen. Die Erkrankung tritt familiär gehäuft auf. Der Häufigkeitsgipfel liegt zwischen dem fünften und siebten Lebensjahr. Nach der Pubertät tritt die Erkrankung nur noch selten auf, sie kann aber auch bei Erwachsenen vorkommen. Jungen sind insgesamt häufiger betroffen als Mädchen.

Der Betroffene beginnt mit Wimmern oder Keuchen, zumeist aber mit einem durchdringenden Panikschrei und ist dann meistens mehrere Minuten nicht ansprechbar und zeigt Symptome von großer Angst, wie .innerer Unruhe und Erregung, geweitete Pupillen, schnelle Atmung, Schweißausbrüche und Gänsehaut.

Der Betroffene ist kaum zu beruhigen und meistens minutenlang verwirrt. Am Ende des Anfalls erwacht er und schläft meist wieder ruhig ein. Meist kann er sich daraufhin nicht oder nur bruchstückhaft an den Vorfall erinnern

Das Phänomen tritt zumeist im ersten Drittel der Nacht auf, wobei die Betreffenden aus dem Tiefschlaf heraus teilweise und meist panikartig erwachen und oft mehrere Minuten nicht ansprechbar sind.



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