Schaumstoff, nicht zu verwechseln mit Schaumgummi (Latex-Schaum), ist ein allgemeiner Begriff für einzelliges, poröses Kunstoffmaterial, dessen Zellen je nach Rohstoffbasis und Fertigungsmethode offen oder geschlossen sein können. Im Falle von Matratzen kommen offenzellige Schaumstoffe zum Einsatz. Im Schaumstoff bildet eine kleine Menge Rohstoff in Form von Zellwänden ein sehr großes Volumen.
Schaumstoff – oder auch Polyätherschaum genannt – ist ein künstliches Produkt aus der Retorte und beruht auf einem der Natur nachempfundenen Luftporensystem und ist in der offenporigen, unregelmäßigen Zellenstruktur mit dem Aufbau des Naturschwammes vergleichbar. Schaumstoff ist aber nicht gleich Schaumstoff. Er kann bis 98,5 % auf Luft und nur zu 1,5 % aus Werkstoff bestehen, wäre aber dann für die Matratzenfertigung nicht geeignet. Das Raumgewicht, Stauchhärte und eingearbeiteten Profilen spielen eine entscheidende Rolle.

Grundsätzlich unterscheidet man in der Matratzenproduktion zwischen zwei Schaumstoffklassen:

  • Standardschaum(PUR – Weich-Schaum)
  • Kaltschaum
  • Die PUR- Schaumstoffe wurden schon in den 30ern von Otto Bayer entwickelt. Sie sind das Produkt einer Polyaddition, (chemische Reaktion ist ein Anlagerungsprozess) die aufgrund von Treibmitteln, Stabilisatoren und Katalysatoren vernetzen und zu offenzelligen und unterschiedlichen Schaumstoffprodukten reagieren.

Bei Standardschaummatratzen ist das Material nicht so elastisch wie bei Kaltschaummatratzen
Kaltschaum-Weichschaum oder HR-Schaum ist wie der herkömmliche Standardschaum ebenfalls ein Polyurethan (PU oder PUR), hergestellt.
Siehe unter Kaltschaum



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