Erwachen Sie morgens oft kaum erholt und sind tagsüber müde? Halten Sie sich und Ihre Mitmenschen nachts durch Schnarchen wach? Ein möglicher Grund könnte Schlafapnoe sein. Unter Schlafapnoe werden regelmäßige Atemaussetzer verstanden, die den Schlaf stören und sogar das Herz beeinträchtigen können. Es ist daher wichtig, rechtzeitig gegenzulenken und die Schafapnoe professionell zu therapieren. Wir zeigen Ihnen, welche Behandlungsmethoden es gibt.

CPAP-Therapie

Die häufigste Therapie bei Schafapnoe ist die CPAP-Beatmung. CPAP bedeutet „continuous positive airway pressure“ oder auf Deutsch: „kontinuierlicher positive Atemwegsdruck“. Es handelt sich um ein Schlafgerät, dass durch eine Nasenmaske den kompletten Atem-Rhythmus stabilisiert. Dabei wird durch die Maske, die dicht am Gesicht anliegen muss, zusätzliche Raumluft in die Atemwege geleitet und ein leichter Druck auf die Luftwege ausgeübt. Dies hat einen positiven Effekt auf die Atemwege. Besonders wirkungsvoll hat sich CPAP beim obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) gezeigt. Einige Studien zeigen jedoch auch eine positive Wirkung bei zentraler Schlafapnoe.

Häufig kann die Schlafqualität durch die CPAP-Methode deutlich verbessert werden. Zudem können Atemaussetzer reduziert werden. Auch der Partner dürfte sich über die CPAP Schlafapnoe-Therapie freuen. Denn das nächtliche Schnarchen wird ebenfalls deutlich reduziert. All dies bewirkt, dass das Herz-Kreislauf-System weniger belastet wird. Dadurch berichten Patienten auch über weniger Tagesmüdigkeit. Generell kann gesagt werden, dass CPAP das Potenzial hat, die Lebensqualität vieler Patienten stark zu verbessern. Einziger Haken: Viele Patienten kommen nach einer gewissen Eingewöhnungsphase gut zurecht mit dieser Methode, einige können sich jedoch mit der Maske wenig anfreunden und empfinden Sie während Nacht als störend.

Biss-Schienen

Für diese Gruppe empfehlen sich Bissschienen, die es sowohl für den Ober- als auch für den Unterkiefer gibt. Am weitesten verbreitet sind jedoch die sogenannten Unterkiefer-Protrusionsschienen. Sie sorgen dafür, dass der Unterkiefer und die Zunge leicht nach vorne verschoben werden, sodass die Atemwege freier werden. Unterkiefer-Protrusionsschienen werden vor allem bei leichteren Formen einer obstruktiven Schlafapnoe eingesetzt, da sie weniger effektiv sind wie die CPAP-Therapie. Die Schienen werden im zahntechnischen Labor speziell für den Patienten angefertigt und dem Kiefer individuell angepasst.

Chirurgischer Eingriff

Bei therapieresistenten Patienten kann auch manchmal eine Operation notwendig sein. Denn zu einer Schlafapnoe kommt es häufig durch anatomische Besonderheiten, die sich operativ korrigieren lassen. Beispielsweise können Fehlbildungen des Kiefers oder vergrößerte Polypen bzw. Mandeln für die Schlafapnoe verantwortlich sein. Auch eine deformierte Nasenscheidenwand kann ursächlich an Atemaussetzern beteiligt sein.

Änderung des Lebensstils

Bei manchen Patienten kann schon eine Änderung des persönlichen Lebensstils zu positiven Veränderungen der Schlafgewohnheiten führen. Wer übergewichtig ist, sollte sein Gewicht wenn möglich reduzieren, um mehr Nachtruhe zu finden. Schon wenige Kilo können für besseren Schlaf sorgen. Auch Alkohol – besonders wenn er abends getrunken wird – ist äußerst kontraproduktiv. Denn Alkohol sorgt dafür, dass die Muskulatur erschlafft. Dadurch werden Atemaussetzer und Schnarchen begünstigt. Auch auf Schlafmittel oder stark beruhigende Medikamente sollte verzichtet werden. Denn der Effekt kann derselbe sein, wie bei Alkohol. Bezüglich der Schlafposition raten Experten generell zur Seitenlage. In der Rückenlage hingegen fällt die Zunge nach hinten, was die Atemwege behindert. Ausreichend Schlaf und ein regelmäßiger Schlafrhythmus sind ebenso anzuraten. Hochwertige Matratzen und Kissen können ebenso einen gesunden Schlaf fördern.