Viele Menschen haben sich diese Tatsache zwar noch nie wirklich vor Augen geführt, aber tatsächlich ist es so, dass wir im Schnitt ungefähr ein Drittel unseres kompletten Lebens gar nicht bewusst mitkriegen. Während wir zwei Drittel unserer Lebenszeit während des Wachzustands selbstverständlich wahrnehmen, verbringen wir die restliche Lebenszeit mit Schlafen.

Insofern ist es also nicht weiter verwunderlich, dass Schlaf von ausreichender Dauer und Qualität einen entscheidenden Beitrag zu unserem allgemeinen Gesundheitszustand leistet. Leider gibt es nicht wenige Menschen, die ihre Schlafphase einfach nur als vergeudete Lebenszeit betrachten, sodass sie sich nicht um eine ausreichende Schlafqualität bemühen – was sich dann wiederum über kurz oder lang negativ auf die Gesundheit auswirken kann.

Ein guter Schlaf gehört daher zu den zwingend notwendigen Bestandteilen eines gesunden und langen Lebens. Umso wichtiger ist es daher auch, die Gegebenheiten und Umstände, die den eigenen Schlaf betreffen, so zu handhaben, dass eine möglichst hohe Schlafqualität gewährleistet ist. Zu diesen Umständen gehören unter anderem die Raumtemperatur des Schlafzimmers, die Beschaffenheit des Bettes, sowie eben auch eine vernünftige Bekleidung während der Schlafzeit. Gerade Letzteres kann ein entscheidender Faktor für die Qualität des Schlafes sein. Es ist sogar so, dass ein gewisser Teil der Menschheit während des Schlafens gar keine Kleidung trägt, sondern vollkommen nackt schläft. Hierzulande sind es ungefähr 10 % aller Menschen, die während ihrer Nachtruhe völlig auf Kleidung verzichten. Die Gründe variieren: Einige schlafen nur gelegentlich ohne Nachtwäsche, z.B. in heißen Sommernächten. Andere wiederum nur, wenn der Partner dabei ist. Auf Reisen – also in fremden Betten – sinkt aber der Anteil der Nacktschläfer. Doch hat das Nacktschlafen auch wirklich einen positiven Einfluss auf die Schlafqualität?

Vorteile des Nacktschlafens

Eine bessere Regeneration

Menschen, die völlig ohne jede Bekleidung schlafen gehen, tun dies oft aus dem Grund, weil sie glauben, dass diese Methode zusätzlich die Regeneration des Körpers fördert. Tatsache ist auf jeden Fall, dass der menschliche Biorhythmus während der Nacht langsamer abläuft. Sowohl der Stoffwechsel, als auch der Blutdruck, der Herzrhythmus, sowie die Organfunktionen gehen sozusagen in den “Energiesparmodus” über. Des Weiteren kühlt sich der menschliche Körper währenddessen um ca. ein Grad ab. Auf diese Weise kommt der komplette Organismus zur Ruhe, was sich wiederum positiv auf das Immunsystem und die Zellgesundheit auswirkt. Während dieses natürlichen Regenerationsprozesses ist es sehr wichtig, dass der Körper nicht zu warm gehalten wird. Daher sind enganliegende oder isolierende Schlafanzüge für die Nachtruhe eher weniger empfehlenswert. Wenn durch solche Kleidung beim Schlafen eine zu große Wärme entsteht, kann dies zu Schlaflosigkeit führen. Viele ziehen daraus den Umkehrschluss, dass die beste Bekleidung für die Nachtruhe gar keine Bekleidung ist. Doch tatsächlich handelt es sich dabei um eine Glaubenssache. In den meisten Fällen ist es schon ausreichend, während des Schlafens ein nacktes Bein, oder einen nackten Arm aus dem Bett (bzw. an die “frische Luft”) zu legen. Dadurch kann sich der Körper auf die richtige Temperatur einstellen, sodass von der Wärme her eine gute Regeneration gewährleistet ist.

Hygiene & allgemeine Gesundheit

Laut einigen Experten ist es jedoch erwiesen, dass Schlafen ohne Kleidung für die Haut durchaus Vorteile bieten kann. Grund dafür ist die Tatsache, dass ein Nacktschläfer im Bett durchschnittlich wesentlich weniger schwitzt als jemand, der während der Nachtruhe vergleichsweise dick angezogen ist. Gerade in den intimen Körperregionen kann sich dies zu einem Problem entwickeln, da durch mehr Schweiß und Hitze in diesen Regionen ein guter Nährboden für Pilze und Bakterien geschaffen wird. Demgegenüber steht jedoch das Gegenargument, dass durch das Nacktschlafen wesentlich mehr Schweiß von der Bettwäsche aufgenommen wird, wodurch diese Art des Schlafens deutlich unhygienischer sei, als während der Schlafphase einen Pyjama oder ähnliches zu tragen. Das ist jedoch nur dann der Fall, wenn die Bettwäsche in “normalen” Abständen gewaschen wird. Wenn die Bettwäsche jedoch häufiger als üblich gereinigt wird, wird dieses Gegenargument entkräftet, da bei häufigerem Waschen der Bettwäsche trotzdem ein hygienisches Schlafen ermöglicht wird. Die empfohlene Häufigkeit liegt dabei bei mindestens zweimal Waschen pro Woche. Außerdem würden die 0,75 Liter Schweiß, die wir jede Nacht im Bett verlieren, ansonsten zu großen Teilen von den Schlafsachen aufgenommen werden, die viele Menschen für gewöhnlich nicht öfter als zweimal pro Woche wechseln.

Ein ruhigerer Schlaf

Viele Menschen dürften diese nervigen Gefühle kennen, wenn während der Nachtruhe der Pyjama ir