Batist

Batist (französisch) wurde wahrscheinlich nach dem Leinweber Jean Baptiste aus Cambrai, benannt,  der der Überlieferung nach vielleicht als erster im 13. Jahrhundert derartige Tuche entwickelte. Es gibt aber auch die These, dass Batist vom indischen Wort „Baftas“ / weißer Kattun abgeleitet wurde.

Der Batist ist wird in Leinwandbindung hergestellt und besteht aus feinfädigem, leichtem Material, traditionellerweise aus Baumwolle. Es gibt ihn aber auch aus Seide, Leinen oder Polyester sowie Mischgewebe aus Baumwolle/Polyester …
Batist zeichnet sich durch seine Leichtigkeit und feine Transparenz aus und ist in manchen Fällen schon nicht mehr blickdicht und sieht auf der Vorderseite und -Rückseite gleich aus. Der Stoff kann gebleicht oder bedruckt werden und ermöglicht daher eine kreative und vielfältige Verwendung. Batist aus Baumwolle wird häufig mercerisiert. 

Wenn Sie jetzt denken, Batist sei eben Batist, der lassen sich gern eines Besseren belehren, denn es gibt

  • Leinen-Batist
  • Bio- Leinen Batist
  • Mako- Batist
  • Baumwoll-Batist
  • Bio-Baumwoll-Batist
  • Baumwolle-Polyester-Batist
  • und vieles mehr

Biber

Im 18./ 19. Jahrhundert waren Biberfelle sehr beliebt, um sich vor Kälte zu schützen. Sicher trug diese Information für die Erfinder der Biber-Bettwäsche zur Namensgebung bei. Biber (auch Beaver, Beaverteen) ist ein dichtes Baumwollgewebe das ein- oder beidseitig aufgeraut wurde. Die ursprüngliche Herstellungsmethode von Biber war die Köperbindung. Charakteristisch für in Köperbindung hergestellte Stoffe ist der erkennbar schräg verlaufende Grat. Heute wird Biber zunehmend in Leinwandbindung hergestellt, da einfache rund daher preiswerter herzustellen ist, da die Aufrauhung keine besonders feine Webart erforderlich macht.
Als Schussfäden verwendet man ein voluminöses, weichgedrehtes Garn. Nach dem Aufrauen ist das Bindungsbild kaum noch zu erkennen. Durch das Aufrauen wird der Stoff dicker, flauschig und weich, sodass er auf der Haut als wärmer empfunden wird. Positiv ist bei dieser Qualität auch, dass die Bettwäsche sehr atmungsaktiv ist und die Feuchtigkeit absorbiert. So muss man nicht befürchten, dass man während des Schlafens schwitzt. Biber wird daher vorwiegend für Winterbettwäsche.
Biber wird auch Rauhcouverture oder Baumwollflanell genannt. Die englische Bezeichnung lautet Flannelett. Biber und Flanell sind aber unterschiedlich und diese Bezeichnung ist eigentlich falsch. ( siehe Flanell)
Biber-Qualitäten sind gebleicht, gefärbt und bunt bedruckt als Betttücher (Betttuchbiber) und Bettwäsche-Garnituren auf dem Markt.

Feinbiber

Feinbiber wird mit den gleichen Methoden hergestellt wie Biber, ist jedoch durch die Verwendung feinerer Garne leichter. Mittlerweile gibt es auch Feinbiber, der an Stelle von Baumwolle aus synthetischer Mikrofaser (in der Regel sind das Garne aus Polyester) gewebt ist. Da die Mikrofasern wesentlich dünner sind als Baumwollfäden, können so noch feinere, leichtere Stoffe erzeugt werden. Mikrofaserbettwäsche ist besonders für Allergiker geeignet, da Hausstaubmilben in dem sehr dichten Gewebe weder Nahrung noch Unterschlupf finden. Mit Feinbiber aus Mikrofaser müssen auch Allergiker im Winter nicht auf wohlig warme Kuschelbettwäsche verzichten.
Pflege von Feinbiber: Feinbiber aus Baumwolle und Mikrofaser sind pflegeleicht. Sie werden bei 60 Grad in der Maschine gewaschen. Wenn sie nicht zu stark geschleudert werden, knittern sie nicht und das Bügeln oder Mangeln erübrigt sich. Mikrofaser-Feinbiber trocknet sehr rasch, Baumwoll-Feinbiber dagegen braucht wegen der rauen Oberfläche beim Trocknen etwas länger als glattes Baumwollgewebe.er, dünner und anschmiegsamer als das häufig etwas starre, dicke Bibergewebe. Biber-Bettwäsche ist bei 60° waschbar und bügelfrei.

Cretonne

Der Cretonne wurde im 17. Jahrhundert von dem französischen Weber “Paul Creton“, im Department Pays d’Auge in dem Dorf Vimoutiers in der Normandie erfunden, einem Ort, der in den letzten Jahrhunderten sehr aktiv in der Textilindustrie war. Unter Cretonne die oder der, Kretonne, versteht man ein Baumwollgewebe aus groben Garnen in Leinwandbindung, stark appretiert und mit hartem Griff.
Heute ist  der Cretonne in allen vielen Varianten zu finden. Ob unbehandelt oder aber gebleicht, ob aus gefärbtem Garn gewebt oder nachträglich bedruckt. Daraus ergibt sich letzten Endes die enorme Vielseitigkeit dieses Klassikers. Im Haushalt  wird u.a. für strapazierfähige Bettwäsche, meist auf dem preiswerteren Sektor, eingesetzt. Da der Cretonne aus Naturfaser besteht, er umweltfreundlich, hautverträglich und in der Regel ist er bei 60 Grad waschmaschinenfest.

Damast

Der Name „Damast“ wird von der Stadt Damaskus abgeleitet. In China wurden bereits in den Jahren 200-220 nach Christus Seidendamaste hergestellt. Sein Gebrauch verbreitete sich über Indien, Persien und Syrien auf der Seidenstraße bis nach Europa hinein. In Großschönau in der Oberlausitz wurde 1666 erstmals in Deutschland Damast gewebt. Damast ist ein rein technischer Begriff und bezeichnet die Technik, nicht das verwendete Material. Das Gewebe wird auf üblicherweise auf speziellen Webstühlen mit Zugeinrichtungen hergestellt. Der Musterkontrast zwischen Fond- und Figurenflächen wird durch den Wechsel zwischen Kett- und Schußatlas-Bindung bewirkt, wodurch je nach Lichteinfall die Muster plastisch hervortreten.
So versteht man heute unter Damast allgemein alle vereinfachten, großgemusterten jacquardgewebten Stoffe, wobei zwischen echtem und unechtem Damast unterschieden werden muss.

Echter Damast

Gewebt im Wechsel von  fünfbindigen Kett- oder Schussatlas; er hat eine gestaffelte Kontur, der Rand stuft sich „mehrfädig“ ab. Erkennungsmerkmal sind die gruppenweise abgestuften Konturen. Gewebt werden die echten Damaste auf Damast-Jacquardmaschinen, die zum Bilden der Kett- und Schussatlasbindung besondere Vorrichtungen haben.

Unechter Damast (Halbdamast)

Unechte Damaste die auch als Jacquard-Damaste bezeichnet werden, sind ein in Kett- oder Schussatlas jacquardgewebter Baumwollstoff mit „einfädiger“ Figurabstufung.
Halbdamast wird für Bettwäsche eingesetzt. Hier haben sich im Laufe der Zeit Bezeichnungen herausgebildet, mit denen bestimmte Gütebegriffe verbunden sind.

Mako-Damast

Die Bezeichnung Mako-Damast existiert lediglich auf dem deutschen Markt und soll eine Qualität in der Webtechnik Damast mit Garnen, gefertigt aus den langstapeligen Fasern der Makosorten bedeuten. Das Gewebe ist mercerisiert und hat eine besonders hohe Fadendichte. Bei der Bezeichnung Mako-Damast handelt es sich insofern auch mehr um einen Kunstbegriff, als um eine technische Qualitätsbezeichnung.

Brokat-Damast

Hierbei handelt es sich um ein feinfädiges Gewebe in Jacquardmusterung mit einer Mindestfadendichte von 88 Fäden/cm².Es ist eine Fantasiebezeichnung für besonders feinfädige, dicht gewebte Mako-Damaste und hochwertige Buntdamaste. Mako-Brokat-Damast zählt zu den wertvollsten und edelsten Bettwäschequalitäten.
Da die Eigenschaften von Bettdamasten abhängig vom Ausgangsmaterial sind und die Bettwäschedamaste  überwiegend aus Baumwolle hergestellt werden, bieten sie folglich auch alle Vorteile der Baumwollfaser. Sie sind angenehm auf der Haut, gut feuchtigkeitsregulierend und atmungsaktiv. Die Fasern vertragen hohe Temperaturen. Daher kann Damast in der Regel bis 60° C gewaschen werden Diese Bettwäsche muss allerdings gebügelt werden. Damast Bettwäsche schimmert im Licht, die Muster sind dezent und kommen nur bei genauem Hinschauen zum Vorschein.
Bettdamaste aus Mikrofasern zeichnen durch einen exzellenten Feuchtigkeitstransport und wärmeregulierende Eigenschaften aus. Diese Bettwäsche ist leicht angeraut, und samtweich auf der Haut und sie braucht nicht gebügelt zu werden. Waschbar bei 60° und trocknergeeignet, bitte keinen Weichspüler verwenden.
Vorsicht bei Mikrofasern-Damasten, hier sind oft billige Angebote auf dem Markt. Für 14,99 Euro oder 19,99 Euro pro Garnitur sollte man nachdenklich werden. Bettdamaste weisen neben den typisch orientalischen Mustern Streifenmuster oder florale Motive und abstrakte Muster auf. Neu sind farbige Damaste.

 
Flanell

Der Flanell (aus keltisch, kymrisch: gwlân = Wolle über französisch = flanelle und englisch = flannel) ist ein weicher, aus Baumwolle in Leinwand- oder Köperbindung gewebter Stoff, der auf einer oder beiden Seiten etwas aufgeraut und gewalkt wird. Flanell und Biber sind sich oberflächlich betrachtet, recht ähnlich. Jedoch ergeben sich schon einige Abweichungen Im Gegensatz zu Biber handelt es sich bei Flanell um den wesentlich feineren Stoff, der eine einseitig und schonend aufgeraute Oberfläche besitzt. Flanell ist ein leinwand- oder köperbindiges Gewebe aus gröberem Schuss- und feinerem Kettgarn, einfarbig, garnfarbig gewebt oder bedruckt, ein- oder beidseitig geraut. Dieser Stoff ist aber sehr atmungsaktiv und wird aus reiner Baumwolle, Mikrofasern oder Mischgeweben hergestellt. Die teuerste Form bei den Flanellprodukten ist der so genannte Mako-Edel-Flanell, bei dem nur Mako-Baumwolle verwendet wird. Flanell ist wie Biber der Klassiker der Winterbettwäsche. Baumwollflanelle werden geraut und sowohl in Leinwandbindung als auch in Köperbindung gewoben. Der Flor wird kurz und gleichmäßig geschmirgelt. Durch die leicht angeraute Oberfläche und die dicke Stoffqualität, wärmt die Bettwäsche angenehm.
Flanellstoffe eignen sich für die Produktion von hochwertiger, wärmender Bettwäsche Die ausgezeichnete Qualität von Bettwäsche aus Flanell zeigt sich in deren feinfädiger Gewebsstruktur und deren hervorragender Atmungsaktivität. Die Bettwäsche aus Flanell kann zudem optimal Körperfeuchtigkeit aufnehmen und ist angenehm warm. Die einfache Pflege und die dadurch erzielbare gute Hygiene gelten gleichermaßen als Fürsprecher für Flanell. In der Regel ist Flanell bei 60 °C waschbar, trockner- und waschmaschinengeeignet und muss nicht gebügelt werden. Flanellbettwäsche ist einfach waschen, trocknen und wieder beziehen.
Flanell Bettwäsche gibt es in vielen Designs für jeden Geschmack, u.a.

  • Für Kinder mit bunten Motiven wie Tiere, Autos oder Zeichentrickfiguren, Märchen
  • Für Jugendliche mit Popstars und Sportler
  • Für Romantiker mit Blumen und verspielten Ornamenten

Flanell Bettwäsche mit grafischen Mustern und klaren Linien ist ebenfalls beliebt.
Wer Abwechslung mag, erhält auch Flanell Bettwäsche zum Wenden, die zum Beispiel auf einer Seite bedruckt und auf der anderen in uni gehalten ist.

Frottier oder Frottee

Frottier oder Frottée – das ist hier die Frage. Oder ist es am Ende doch ein und dasselbe? Nein, lautet die Antwort, denn Frottee (oder Frotté) ist nicht Frottier! Beide sind in Herstellungsweise und Garnart verschieden:

Welcher Unterschied besteht zwischen Frottier und Frottee?
Frottier ist ein zweikettiges Gewebe im Unterschied zu Frottee, welches auf Effektgarnen hergestellt wird.
Frottier ist kein Glattgewebe, sondern es handelt sich um ein Zweikettengewebe, aufgebaut aus der straff gespannten Grundkette sowie der lose gespannten Polkette (auch Florkette), aus der durch eine besondere Vorrichtung am Webstuhl Schlingen gebildet werden. Dadurch erhält das Gewebe mehr Volumen.
Diese Kunst des Schlaufenwebens kam in der Mitte des 19. Jahrhunderts vom Orient über England nach Frankreich. Mit Frottier wird allgemein ein stark saugfähiger, meist aus Baumwolle gewebter Stoff assoziiert, auf dessen Oberfläche sich mehr oder weniger dichte Schlingen (der ‚Flor‘) befinden.
Mithilfe spezieller Jacquard-Technik können bei der Herstellung von Frottier farbige und / oder Reliefmotive in den Flor eingewebt werden. Je nach verwendetem Garn und Art der Nachbehandlung nach dem Weben unterscheidet man  Zwirnfrottier und  Walkfrottier Walk-Frottier ist weich und flauschig. Seine Fülle verdankt es lockeren Schlingen aus weichen Garnen. Sein Vorteil ist die hohe Saugfähigkeit. Zwirn-Frottier ist fest im Griff. Durch gezwirnte Schlingenfäden hat es einen hohen Massageeffekt.

Mit Frottee wird umgangssprachlich ebenfalls Frottier bezeichnet aber es ist die falsche Bezeichnung, denn Frottee ist ein Glattgewebe mit Effektgarn (‚Noppenzwirn‘ bzw. ‚Schlingengarn‘) im Schuss und hat ganz andere ganz andere Eigenschaften. Frottee (veraltet Frotté) aus dem Französischen frotter: (ab-, ein-)reiben ist ein Textilgewebe mit besonderer Saugfähigkeit und angenehmem Griff.
Im Allgemeinen handelt es sich bei Frottee um einen sehr saugfähigen Baumwollstoff, der deshalb vorrangig meist für Betttücher Verwendung findet. Wobei jedoch die Herstellung von Frotteewaren nur noch sehr vereinzelt in Deutschland erfolgt und hierfür der Bedarf mit Produkten vorrangig aus der Türkei gedeckt werden.
Frotteewaren unterscheiden also in der Webstruktur sowie im Gewicht, um eine qualitative Aussage zu tätigen. Gerade der Hotelbereich setzt andere Maßstäbe als der Privathaushalt an Ausstattungsanforderung und Nutzungsdauer, deshalb wird hier Frottee-Bettwäsche öfter eingesetzt.
Ausgangsmaterialien sowohl für Frottier als auch für Frottee sind in den meisten Fällen Baumwolle oder Mischgarne aus Baumwolle und Chemiefasern. Die Verwendung von Chemiefasern in Kombination mit Baumwolle dient dabei der Verbesserung der Pflegeeigenschaften und der Erhöhung der Formstabilität.
Beide Bettwäschearten-sind für alle Jahreszeiten gut geeignet. Im Winter hält sie die Körperwärme innen, und im Sommer schirmt sie gegen hohe Außentemperaturen ab.
Frottee oder Frottierbettwäsche- ist sehr pflegeleicht. In der Regel kann sie bis 60° C in der Maschine gewaschen werden, wobei Weichspüler nur sparsam eingesetzt werden sollen, denn die Saugfähigkeit des Materials wird dadurch beeinflusst. Die Bettwäsche ist besonders gut für die Trocknung im Wäschetrockner geeignet. Jedoch sollte das Gewebe beim Trocknen gut durchlüftet werden
Bügeln ist überflüssig und auch nicht empfehlenswert: Die Schlingen werden dabei flachgedrückt.

Jersey

Jersey, der Name stammt vermutlich von der größten und bekanntesten der Kanalinseln, der Insel Jersey, ist ein Sammelbegriff für alle gestrickten Stoffe. Das Material besteht meist aus Naturfasern oder Mischungen mit hochelastischen Chemiefasern. Bei Jersey handelt es sich nicht um ein Gewebe, welches durch Weben auf dem Webstuhl hergestellt wird, sondern um gestrickte Maschenware. Die Maschen werden miteinander verschlungen (gewirkt) und nicht wie sonst üblich, wo die Fäden verkreuzt werden Er wirkt ähnlich einem Gewebe mit leichter Rippenmusterung. . Die Maschenware ergibt im Vergleich zur gewebten Baumwolle einen relativ elastischen Stoff, der für Spannbetttücher, aber auch für Bettwäsche genommen wird
Durch das Maschinenstricken erscheint das Baumwolljersey nicht so „starr“, wie dies häufig bei der normalen Baumwolle der Fall ist. Der Jersey fällt leicht und schmiegt sich gut an den Körper an. Er ist klimaregulierend, besonders weich, leicht elastisch und geschmeidig Jersey-Bettwäsche ist komplett bügelfrei und somit sehr pflegeleicht Durch die hohe Saugfähigkeit ist Jersey-Bettwäsche perfekt für den Sommer geeignet, sie kann aber auch für den Winter eingesetzt werden, da der Stoff klimaregulierend wirkt. Für den Winter wird Interlock-Jersey empfohlen. der etwas wärmer und dicker ist als Single-Jersey.
Einfachere Single-Jersey-Qualitäten sind dehnfähiger, aber nicht so elastisch (“leiern” also schneller aus) wie die besseren In