Ähnlich wie bei den Bezeichnungen orthopädische Matratze oder orthopädisches Schlafsystem ist die Definition auch hier auch Ansichtssache, da der Begriff nicht geschützt ist. Sie werden auf dem Markt kaum einen nicht orthopädischen Lattenrost finden.
Meine Definition als Verkäufer und Physiotherapeut der hauptsächlich für Schmerzpatienten orthopädische Lattenroste und Matratze konfiguriert sieht folgendermaßen aus:

1. Ein orthopädischer Lattenrost darf gerne eine aufgelöste Oberfläche haben. Das bedeutet einzelne Punkte die unabhängig von einander nachgeben und reagieren. Das hat den Vorteil, dass z.B. die Schulter in Seitenlage nur einen einzelnen Punkt bzw. in unserem Fall eine Feder sehr tief hinunter drücken kann. Liegt der Mensch auf dem Rücken werden viel mehr Federn auf der gesamten Fläche des Schultergürtels hinuntergedrückt. Es gibt dann also nicht nur eine Feder sehr stark nach, sondern es geben viele Federn nur ein wenig nach. Die Druckverteilung ist somit homogener als bei Leisten, die immer nur insgesamt nachgeben. Also ich finde Federn theoretisch besser als Leisten. Zumindest wenn man in mehr als einer Liegeposition schläft.

2. Der ganze Zauber der aufgelösten Oberfläche nützt nichts, wenn die Federn nicht ausreichend federn können. Hier ist also ein ausreichender Federweg, wie bei unserer Lösung unbedingt nötig, ansonsten ist der Ansatz sinnfrei. Wenn die Federn nicht elastisch genug und tief genug nachgeben können, ist der Lattenrost oder Federrahmen nicht wirklich orthopädisch, zumindest nicht im damit verknüpften Kontext.

3. Höhenverstellbare Bereiche bringen den größten Nutzen bei orthopädischen Lattenrosten oder Tellerrahmen. Damit meine ich nicht die Option Kopf- und Fußteil hoch zustellen. Die Bereiche Schulter, Taille und Hüfte sollten je nach Körperbau des Menschen die Option haben, absenkbar oder hochstellbar zu sein. In der Regel wird die Schulter abgesenkt, die Taille hoch gestellt und der Hüftbereich neutral gelassen oder abgesenkt. Mit diesen Stellschrauben kann man wirklich sinnvoll die orthopädischen Bedürfnisse des Menschen berücksichtigen.

4. Ein orthopädisches Lattenrost oder Tellerrahmen kann den Kopf- und Fußteil je nach Aufpreis manuell oder motorisiert hochstellen. So kann man dann noch rückengerecht lesen oder fernsehen. Auch bei akuten Rückenschmerzen kann man dann die Stufenbettlagerung anstreben und die Beine in Rückenlage zu kurzfristigen Entspannung hochstellen. Bei einem Bandscheibenvorfall dies bitte mit dem Arzt abklären.

Also es gibt schon diverse und logisch nachvollziehbare Unterschiede in der Welt der orthopädischen Lattenroste, Federrahmen bzw. Tellerrahmen.

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