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Verzweifelte Matratzensuche in und um Düsseldorf

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  • Adragon
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    Hallo Schlafexperten,

    meine Frau und ich suchen, Trommelwirbel… neue Matratzen. Eigentlich ich, aber da beide Matratzen schon über 14 Jahre auf dem Buckel bzw. dem Bezug haben, müssen zwei neue her. Zu mir: 40 Jahre, körperlich schwer arbeitend, dadurch sehr breite Schultern, 110 kg auf 1,86 Meter, Bandscheibenvorfall L4/5. Als erstes ging es nach Concord. Alles ausprobiert, am bequemsten fand ich die Sweet Dream. Da ich aber nicht gleich zuschlagen wollte, sind wir noch in ein Bettenfachgeschäft in der Düsseldorfer Innenstadt gefahren, welches u.a. Werkmeister Matratzen führt, über die ich hier schon viel Gutes gelesen hab. Die Verkäuferin riet mir gleich von der Sweet Dream ab, weil das Raumgewicht für mein Gewicht zu niedrig sie und die Matratze nach spätestens vier Jahren durchgelegen sei. Kann ich nicht beurteilen. Also haben wir Werkmeister Matratzen ausprobiert. Leider waren nur drei Modelle in Härtegrad fest zum Probeliegen da. Die Verkäuferin sagte, es gäbe nur die drei. Hm, der Prospekt sagt da was anderes. Leichte Zweifel machen sich breit. Die drei waren tatsächlich noch bequemer als die Sweet Dream. Laut Werkmeister-Prospekt müßte meine Frau den Härtegrad „soft“ haben (1,76, 75kg), die Verkäuferin meinte aber, das wär schon ok mit der festen, die softe nimmt eh keiner. Das kam mir nicht so ganz ehrlich vor. In der hintersten Ecke stand noch ein Probebett mit einer Werkmeister-Matratze. Auf die Frage, was damit sei, meinte sie, das sei das Premium-Modell für über tausend Euro. Wird das nur Kunden mit Anzug und Krawatte gezeigt? Als ich nach hören des Preises weder keuchte noch mich setzen wollte, durften wir also das gute Stück probeliegen. Meine Frau meinte, sie liege wie auf Wolken, mir war sie zu fest im Schulterbereich. Bei uns beiden lag die Schulter zu hoch, so dass die Wirbelsäule im Hüftbereich einen leichten Knick hatte. Die Verkäuferin verschob ihre messenden Finger so lange bis sie meinte, das sei noch im vertretbaren Bereich (hätte sie das bei dem billigsten Modell auch gesagt, oder hätte sie uns in dem Fall von dem Modell abgeraten? Man weiß es nicht ;-)

    Auf meine Frage ob ich die neue Matratze auf dem alten Lattenrost verwenden könne, zuckte sie mit der Schulter und meinte, ich könne es ja ausprobieren, falls nicht, müsse ich eben einen neuen Lattenrost kaufen. Ich fragte, ob ich die Matratze nicht mal auf meinem Lattenrost ausprobieren könne, das lehnte sie ab, da sie die Matratzen verbindlich bestellen, diese für den Kunden angefertigt werden und deshalb nicht zurückgenommen werden können. Auf Lager sei grundsätzlich keine der Matratzen, wegen der kundenspezifischen Anfertigung. Hallo? Ich denk es gibt nur die drei in fest!? Das war kurz vor Weihnachten. Mit der Lieferung sei wegen der Feiertage und der Wetterlage nicht vor Mitte Januar zu rechnen. Also mindestens drei Wochen Wartezeit, um die Katze im Sack zu kaufen. Das reichte uns erstmal wieder.

    Unser Lattenrost, ein acht Jahre alter Tellerlattenrost von Concord, zehn Jahre Garantie, ist optisch noch wie neu. Der Concord-Händler meinte, so lange optisch alles ok sei und die Latten eine Vorspannung nach oben haben, bräuchten wir auch keinen neuen. Stimmt das nun, oder hatte er Angst ihn in der Garantiezeit tauschen zu müssen?

    Als nächstes versuchten wir unser Glück in einem Möbelhaus (drei Modelle, zwischen 60 und 150 Euro, alle gleich unbequem) und im Dänischen Bettenlager. Alle Probeliegematratzen in soft. Wie, nimmt die doch einer? Die Verkäuferin meinte, heute würden nur noch Matratzen in soft gekauft, weil die einfach bequemer seien. Meine Bandscheiben waren von den Wattematten nicht begeistert, also gingen wir auch hier enttäuscht weiter.

    Der nächste angebliche Werkmeister-Händler hat Filialen in Düsseldorf und in Leverkusen. Da wir eh in der Gegend waren, betraten wir gegen 17.50 Uhr die Filiale in Leverkusen. Sie beriet gerade ein Pärchen, sah uns reinkommen, blickte auf die Uhr und warf uns einen Blick zu den ich als „was wollt ihr denn hier, 30 Minuten vor Feierabend?“ interpretierte. Sorry, in Düsseldorf haben die meisten Geschäfte bis 20 Uhr oder länger auf, und wir haben erst Feierabend wenn die Arbeit fertig ist…
    Sie beriet also das Pärchen weiter, nicht ohne zwischendurch besonders laut zu erwähnen, dass eine ausführliche Beratung 45 Minuten pro Person dauere und man dafür einen Termin machen müsse. Als sich das Pärchen verabschiedete, ging sie schnurstracks zur Kasse und begann Geld zu zählen. Ich weiß nicht ob wir versehentlich unsichtbar wurden oder ob sie meinte, dass sich das Problem da in ihrem Laden von selbst löse wenn sie es nur lange genug ignoriert. Also stellte meine Frau sich unübersehbar vor sie und überraschte sie mit dem ausgefallenen Wunsch, Matratzen kaufen zu wollen. Sie erstarrte kurz, atmete tief durch und schenkte uns großzügig ihre Aufmerksamkeit. Nachdem wir unseren Sermon runtergebetet hatten (Schlafvorlieben, Bandscheibe, Tellerlattenrost…) meinte sie, nein, Werkmeistermatratzen hätten sie nicht zum Probeliegen. Wir sollten uns auch nicht so auf ein Fabrikat versteifen. Auf meine Frage, welches Fabrikat sie denn vorrätig habe, anwortete sie:“gar keins.“
    Hm, das ist relativ wenig Auswahl. Sie bot uns jedoch an, uns mit ihrer tollen Druckpunktlasermodernstetechnikmessanlage zu vermessen und die optimale Matratze für uns zu berechnen. Dafür sei jedoch ein Termin notwendig und die Vermessung koste 59 Euro pro Person.
    Wieder meine Frage, ob die Messung denn überhaupt Sinn habe, wenn wir doch einen anderen Lattenrost haben. Ihre Antwort: Nein, natürlich nicht. Lattenrost und Matratze bilden eine Einheit, und ein fremder Lattenrost könne in ihrer Berechnung nicht berücksichtigt werden. Mit acht Jahren sei unser Lattenrost eh grenzwertig, und ob wir nun sofort oder erst in zwei Jahren einen neuen Lattenrost kaufen, sei doch egal. Nach Zehn Jahren müsse der eh raus. Nun, egal ist uns das nicht, zumal die Dinger in dem Laden bei 400 Euro pro Stück losgingen. Also bedankten wir uns für die Beratung und waren auch von diesem Laden im wahrsten Sinne bedient.

    Mittlerweile ist die Versuchung groß, uns Matratzen aus dem Internet zu bestellen, zu Hause probezuliegen und bei Nichtgefallen zurückzuschicken. Ist denn kompetente und ehrliche Beratung wirklich zu viel verlangt? Gibt es nirgendwo im Umkreis von 100 Kilometern einen Laden, der Werkmeister Matratzen führt und bei dem man sich nicht übers Ohr gehauen oder falsch beraten fühlt? Oder haben wir nur zu große Ansprüche?

    Vorerst nicht aufgebenwollende Grüße
    Frank

    Adragon
    Beitragsanzahl: 2

    Moment, das sagt mir was. Köln…*grübel*, ach ja, das Städtchen im Süden mit der Bahnhofskapelle. Und da soll ich hin? So alt ist meine Matratze doch noch nicht :-p

    Nee, mal Ernst beiseite. Aunold hört sich ja schonmal gut an. Haben die entsprechende Matratzen zum Probeliegen da, oder wird da auch nur vermessen und empfohlen?


    @Apnoe
    : wo ist denn „bei uns“?

    Schönes Wochenende
    Frank

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