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Matratzenkauf: Nautisan Plus/Combi, Röwa Etera Portland

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  • Apnoe
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    Hallo Nick ,

    Die Kombi und die Nautisan-Plus sind gleich haltbar u. hochwertig.
    Sie unterscheiden sich von der Wirklungsweise deutlich.
    Die Plus hätte einen durchgängigen Kern in der Härte Fest mit stark wirksamen Zonen, daher nicht unebdingt jedermanns Sache.
    Die Kombi ist eine Mischung aus 2 Härtegarden, also die Mitte hätte die Härte Fest und oben u. unten ist die Schicht aus Härte Soft (bei der Härte Fest). Die Klebungen und Haltbarkeit sind überhaupt kein Problem, die Matratze polarisiert nicht so stark wie die Plus, ist eher ein Aufsteiger der Nautisan-16.
    Die Portland ist ein durabler, guter Taschenfederkern.
    Die Boston hat einen höherern Taschenfederkern mit 7,5 Windungen und daher einen wsentlich höheren Federweg, liegt sich also elastischer.
    Die Frage ist nun, wie man persönlich liegen möchte, daher aus der Ferne kaum zu beantworten.
    Wenn man die Kombi nehmen würde, würde ich erfragen, nur den Kern zu kaufen um den vorh. Bezug weiter zu nutzen und nur den Kern zu tauschen.

    VG
    Apnoe

    nick
    Beitragsanzahl: 7

    Hallo,

    ich stehe gerade vor der Entscheidung, eine neue Matratze zu kaufen. Heute habe ich mir einige angesehen und möchte hier um Rat bitten.

    Ich hoffe, die lange „Vorgeschichte“ schreckt Euch nicht ab, aber mir erscheint es sinnvoll, möglichst genau die Situation zu schildern:

    Ich habe mir im November 2009 eine Nautisan Plus soft gekauft. Ich bin ca. 1,74 groß und wiege (ebenfalls ca.) 70 kg. Erwähnenswert ist ebenfalls, dass ich immer wieder mit Rückenproblemen zu kämpfen habe, die sich vor allem im Bereich der HWS/BWS abspielen.

    Damals erschien mir diese Matratze als sehr gute Wahl. Das Probeliegen im Geschäft war angenehm und der Verkäufer meinte damals, ich würde ganz gerade liegen.

    Im Vergleich zu den Matratzen, die ich vorher hatte, war die Plus auch durchaus ein Fortschritt, allerdings sind meine Rückenbeschwerden leider nicht in dem Maße zurückgegangen, wie ich erhofft hatte. Da ich der Meinung war, eine für mich sinnvolle Matratze gekauft zu haben, habe ich dies allerdings zunächst weniger auf die Matratze zurückgeführt. Anfang diesen Jahres hatte ich allerdings zunehmend den Eindruck, ich liege nicht optimal. Mein erster Ansatzpunkt hierbei war allerdings nicht die Matratze, sondern das Kissen. Ich habe etwa in den letzten 10 Jahren immer auf Nackenstützkissen geschlafen. Zunächst hatte ich zwei Modelle von Grosana und zuletzt das Therasan L von Werkmeister. Obwohl ich letzteres schon auf die niedrigste Stufe gestellt hatte, hatte ich doch das Gefühl, das mein Kopf vor allem in der Rückenlage zu hoch gelagert wird. In der Rückenposition fand ich auch die „Nackenrolle“ zunehmend unangenehm. Darüber hinaus hatte ich aber auch in der wichtigeren Seitenlage (ich bin tendenziell Seitenschläfer) den Eindruck, mein Kopf liegt etwas zu hoch und die „Rolle“ stört mich. Dieser Effekt wurde sicher auch dadurch verstärkt, dass ich bei der Nautisan im Schulterbereich stark einsinke und so ein flacheres Kissen sicherlich die bessere Wahl ist. Aus diesem Grund habe ich ein wenig mit verschiedenen Kissen zum Befüllen rumexperimentiert. Nachdem ein Latexflockenkissen sogar eher zu mehr Problemen geführt hat, ergab sich eine leichte Verbesserung durch ein Kissen mit Polyesterhohlkugeln.
    Um meine Schlafsituation endlich einmal etwas eingehender zu beleuchten, bat ich dann meinen Physiotherapeuten zu checken, wie ich auf der Matratze liege. Zu meiner Überraschung meinet er, dass ich mit dem Becken etwas durchhänge. Um dem entgegenzuwirken, haben wir uns überlegt, die Matratze etwas „fester“ zu machen durch das Auflegen einer wasserdichten Moltonaufflage, die ich hier rumliegen habe. Das hat die Lage auch tatsächlich etwas verbessert. Wasserdichter Molton ist allerdings auch keine Dauerlösung, sodass ich zunehmend mit dem Gedanken eines Neukaufs spielte.

    Bevor ich dazu Zeit hatte, war ich allerdings aus beruflichen Gründen für 5 Wochen in Freiburg und hatte schon den großen Horror davor, was für ein Bett mich erwarten würde. Zu meiner Überraschung habe ich allerdings auf einer relativ festen Federkernmatratze und mit einem wohl recht billigen TSM-Kissen besser geschlafen denn je. Das Kissen habe ich bei der Abreise meiner Vermieterin glatt abgekauft.

    Wieder zurück in Hamburg möchte ich jetzt eine festere Matratze kaufen. Da ich die grundlegende Qualität meiner Matratze für sehr gut halte, habe ich heute zunächst vor allem Werkmeister Matratzen getestet. Dazu war ich in dem Geschäf, in dem ich die Plus gekauft habe. Angesehen habe ich mir
    1. Nautisan Plus fest und soft (letztere um einen Vergleich mit meiner jetzigen Matratze zu haben)
    2. Nautisan 16 fest
    3. Nautisan Combi fest.
    4. Röwa Etera Portland medium

    Ergebnis: Bei den Werkmeister war das Liegegefühl auf den festen Plus und Combi am besten. Der Unterschied zwischen diesen beidem Modellen war nach meinem reinen Liegeempfinden marginal. Bei der Plus hatte ich ein bisschen das Gefühl, ich merke das „Strecken“ der Wirbelsäule, das diese Matratze ja bieten soll, habe dies aber bei der Combi nicht vermisst (vielleicht sogar eher im Gegenteil). Der Verkäufer fand allerdings, dass ich auf der Plus nicht optimal liegen würde, sondern im BWS-Bereich etwas durchhänge. Um diesem Effekt entgegenzuwirken, verstellte er bei dem Lattenrost (das ich auch zuhause habe) die zwei Leisten direkt nach dem Schulterbereich, sodass die Matratze minimal angehoben wurde in diesem Bereich. Danach fand er das Sichtbild besser. Wir haben das auch mit der Soft ausprpbiert und auch hier fand er das Sichtbild dann okay, sodass er mir vorschlug, ich könne das ja auch zuhause erst einmal probieren, bevor ich eine neue Matratze kaufe. Da mein Liegegefühl auf den festeren Modellen eindeutig besser war, habe ich das als Dauerlösung ausgeschlossen. Bis ich eine neue Matratze habe, werde ich es wohl so machen. Bei der Combi fand er das Sichtbild von vornherein besser. Soweit ich mich erinnere, meinte er, auf diesem Modell würde ich gerade liegen.

    Nicht zuletzt aufgrund meiner guten Federkernerfahrung in Freiburg ließ ich mir nach den Werkmeister Matratzen noch die günstigste Taschenfederkern von Röwa zeigen (sehr viel mehr als die 719 kann und möchte ich nicht ausgeben). Auch hier hatte ich ein gutes Liegegefühl. Vor allem in Seitenlage hatte ich den Eindruck, es ist fast gar kein Druck mehr auf den Schultern. Gleichzeitig hatte ich allerdings den minimalen Eindruck, dass ich auf dem Rücken vielleicht ein bisschen zu viel einsinke. Die Etera konnte ich aber auch leider nicht so umfangreich „beliegen“, weil mir nach etwas mehr als einer Stunde Probeliegen die Zeit weglief. Dementsprechend habe ich mir vorgenommen, bei meinem nächsten Probeliegen die Etera noch einmal ausführlicher zu testen.

    Aus diesem Grund hat er bei dem Lattenrost im BWS Bereich die Leisten direkt nach dem Schulterbereich etwas höher gestellt (ich habe das gleiche Rost) und meinte dann, jetzt würde ich gerade liegen. Das Bild bei der Combi fand er auch ohne diese Hilfe besser.
    Insgesamt habe ich nach meinem Gefühl auf beiden Matratzen besser gelegen als auf der soften Plus, die ich ebenfalls probegelegen habe, um zu sehen, welcher Unterschied sich ergiebt.

    Nach dieser langen Vorgeschichte jetzt zu meinen Fragen:

    1. Die Nautisan Combi wurde von Werkmeister aus dem Programm genommen und wird nur noch für Händler auf Wunsch gefertigt.. Obwohl ich auf ihr mindestens so gut wie auf der Plus gelegen habe, frage ich mich natürlich, ob dies nicht darauf hinweist, dass es sich um eine nicht so hochwertige Matratze handelt? Weiterhin habe ich ein bisserl Vorbehalte, weil der Schaumstoff nicht aus einem Stück ist, sondern geklebt wird. Kleben beinhaltet immer die Gefahr von gesundheitlich nicht so angenehmen Ausdünstungen und zugleich frage ich mich, ob ein Schaumstoffblock aus „einem Guߓ nicht langlebiger ist?
    2. Bei der Röwa frage ich mich, ob eine Kernhöhe von 16cm nicht ein bisserl „mager“ ist. Bei der Nautisan 16 zumindest hatte ich den Eindruck, es ist zu wenig. Das Portland Modell ist immerhin das Einstiegsmodell bei Röwa, während die Plus und Combi bei Werkmeister zum „Mittelfeld“ zählen.
    Darüber hinaus frage ich mich, ob die Federkerne nicht sehr viel schneller „altern“ werden als Schaumstoff?

    Neben diesen speziellen Fragen: Was haltet Ihr ganz allgemein von den genannten Modellen? Welches würdet Ihr mir empfehlen? Würdet Ihr noch andere empfehlen?

    Ich würde mich über zahlreiche Meinungen und Ratschläge freuen.
    In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Abend,
    Grüße, Nick

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