Schlafstörungen gehören zu den weit verbreiteten Leiden. Umwelteinflüsse und Belastungssituationen können eine Insomnie begünstigen oder verstärken. Häufig lassen sich Schlafprobleme bereits mit einfachen Maßnahmen beseitigen.

Straßenlärm und andere Ursachen für Schlafschwierigkeiten

Ein- und Durchschlafstörungen können in jeder Lebensphase auftreten. Neben körperlichen oder seelischen Problemen zählen äußere Bedingungen wie Straßenlärm oder ungeeignete Betten zu den häufigsten Ursachen, die mit Schlafproblemen in Verbindung gebracht werden. Das erste Klappbett wurde bereits vor mehr als 120 Jahren erfunden. Zur damaligen Zeit betrachtete man Betten in erster Linie als funktionelle Schlafstätten. Der Begriff „Schlafkomfort“ erlangte seine Bedeutung erst in den 1950-er Jahren, als die Auswirkungen ungeeigneter Betten und Matratzen auf die Gesundheit erkannt wurde. Häufig genügt bereits der Wechsel der Schlafunterlage, um Schulterbeschwerden und Rückenschmerzen zu beheben. Zur Steigerung des Liegekomforts werden häufig sogenannte Matratzentopper verwendet. Die 4 bis 10 Zentimeter hohen Auflagen werden einfach auf die Matratze gelegt. Aufgrund ihrer großen Anpassungsfähigkeit an den Körper wird davon ausgegangen, dass Topper die Funktion von Matratzen aufwerten und dadurch den Schlafkomfort erhöhen können. In führenden Einrichtungshäusern sind Matratzentopper und Zubehör auch online zu finden. Meist werden Topper mit einem Spannbetttuch befestigt oder mit einem Matratzenschoner am Verrutschen gehindert. Allerdings gibt es auch Ausführungen mit Fixierbändern, die über die Ecken der Schlafunterlage gespannt werden. Grundsätzlich wird beim Matratzentopper zwischen verschiedenen Typen wie dem Visco-Topper, Gelschaum-Topper, Polyurethanschaum-Topper und Kaltschaum-Topper unterschieden. Während sich ein Viscoschaum-Topper unter Einwirkung von Körperwärme optimal an die Körperkonturen angleicht, reagiert ein Gelschaum-Topper punktgenau auf Druck. Polyurethanschaum-Topper besitzen eine spezielle Noppenstruktur, sodass der Rücken an den Druckpunkten entlastet wird.

Für besseren Schlafkomfort sorgen

Ursprünglich wurden Topper zunächst im Zusammenhang mit Boxspringbetten erwähnt, zu dessen Komponenten neben Box und Matratze auch Matratzentopper als letzte, oberste Schicht gehören. Obwohl Topper im Allgemeinen als schnelle Lösung zur Erhöhung des Schlafkomforts gelten und ein gutes Schlafklima ermöglichen, wird durch die Verwendung eines Matratzentoppers gleichzeitig die Durchlüftung der Matratze etwas eingeschränkt. Während dies bei Boxspringbetten oder Federkernmatratzen, die auf einem Lattenrost ruhen, kein Problem darstellt, ist der Einsatz von Matratzentoppern bei Kaltschaummatratzen oder Latexmatratzen nach Ansicht vieler Fachleute nur eingeschränkt zu empfehlen. Ähnlich wie bei Matratzen ist die Lebensdauer von Toppern begrenzt. Dabei hängt die Haltbarkeit eines Matratzentoppers im Wesentlichen von der Qualität, aber auch vom Grad der Beanspruchung und von der Pflege ab. Generell sollte der Austausch eines Matratzentoppers bereits zu einem früheren Zeitpunkt als dem bei Matratzen üblichen Wechsel nach 10 Jahre erfolgen. Da der Topper die direkte Liegefläche bildet, ist dieser besonders hohen Belastungen ausgesetzt. Aufgrund der relativ niedrigen Höhe sind Matratzenauflagen zudem empfindlicher. Ob der Topper noch in Ordnung ist, sollte deshalb in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Ein Wechsel ist notwendig, wenn der Liegekomfort nachlässt oder sich bereits Kuhlen gebildet haben, die auch durch das regelmäßige Umdrehen des Matratzentoppers nicht beseitigt werden können. Besonders bei Schlafstörungen ist es wichtig, auf eine gute Schlafhygiene zu achten und regelmäßige Schlafenszeiten einzuhalten. Die ideale Schlafzimmertemperatur liegt zwischen 15 und 18 Grad Celsius. Entspannungstechniken wie Meditation oder Yoga sowie Heilkräutertees und Bäder mit speziellen Zusätzen können das Einschlafen erleichtern.