So wie die verschiedenen Schlafpositionen etwas über unser Seelenleben und unseren Gemütszustand aussagen, so erkennt man das heute auch an der Körperhaltung am Tag.

Zugleich werden Fehlhaltungen durch unphysiologisches, d.h. nicht richtig (an die Matratze) angepasstes Liegen im Schlaf deutlich.

Das Prädilektions- Syndrom (einseitiges Stehverhalten = Vorzugshaltung) wird beim Liegen durch eine Lieblingsschlafseite verstärkt. Das ergibt eine Fehllagerung unseres Körpers in sich. Er steht statisch gesehen nicht mehr“ in der Mitte“.

 Und das Tag und Nacht: 24 Stunden ohne Pause. Durch diese Disbalance sind die Muskeln im Schulter- und Nackenbereich ständig verspannt. Weitere Folgen sind z. B.:

  • schnelles Ermüden bei längerem Stehen
  • zu großer Energieverlust allein schon beim Gehen. Die Körpermitte verlagert sich nach außen und verursacht ein falsches Laufverhalten.
  • Der gesamte Skelettbau verschiebt sich: es entsteht eine folgenschwere Unterversorgung mit den erforderlichen „Schmierstoffen“ zwischen den Gelenkflächen.
  • Teile der Wirbelsäule, besonders im unteren Lendenbereich, werden einseitig belastet, weil die Druckverteilung auf nur ein Fünftel der Druckaufnahmefläche eines Wirbels verteilt ist.
  • Schmerzliche Folgen: Bandscheibenschäden, vielerlei Beschwerden an den Gelenken und gleich wieder neue Haltungsstörungen.
  • Die Muskulatur „merkt sich“ Fehlhaltungen beim Liegen sehr genau, sie speichert sie gewissermaßen. Dadurch hat es der Mensch am Tage noch schwerer, seinen Fehlhaltungen entgegen zu wirken. Jetzt hat die Verhaltensforschung festgestellt, daß die Fehlhaltungen am Tage auch in das Liege- und Schlafverhalten einbezogen werden. So beginnt ein verhängnisvoller Kreislauf und es entsteht ein wahrer Teufelskreis. Deshalb ist ein richtig angepaßtes Schlafsystem so außerordentlich wichtig, weil Fehlhaltungen, die im Schlaf entstehen, am besten auch im Schlaf korrigiert werden können.

Liege- und Schlafexperten bieten jetzt neue ganzheitlich recht erfolgversprechende Liegelösungen an, die über den Schlaf hinaus -also auch tagsüber- eine bessere Körperhaltung bewirken.

Einige wenige, speziell ausgebildete Bettenfachleute können auch schon durch eine orthostatische Untersuchung (= Teil einer manuell-therapeutischen, optrimetrischen 3-D Körperstatik-Vermessung) die Haltungsanomalien zur Ermittlung einer ergonomisch richtigen Körperlagerung einbeziehen. Nach diesen zum Teil neuem Erkenntnissen, kann man sagen, daß Betten-und Matratzenkauf in Zukunft nicht mehr ohne sehr gute fachmänische Beratung geht, wenn man sicher sein will, besser zu liegen um sicherer gesund zu bleiben oder vielleicht sorgar erst wieder gesund zu werden.
 

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