Wilde Seiden, auch fälschlicherweise ‚Wildseide‘ genannt, stammen von Raupen, die in der freien Natur leben. Die bekannteste Gattung ist die des hauptsächlich in China und Indien vorkommenden Eichenspinners, dessen Seide als Tussahseide bekannt ist.
Wildseide unterscheidet sich von der gezüchteten Seide durch unterschiedlichen Faserquerschnitt und geringeren Anteil an Sericin. Dies verändert auch die physikalischen Eigenschaften. Sie ist robuster als Maulbeerseide, die Fäden sind dicker, gröber, kräftiger und unregelmäßiger. Wegen des dickeren Faserquerschnittes besitzt Wildseide eine höhere Bauschelastizität und eignet sich deshalb im Gegensatz zur gezüchteten Seide auch nach dem Entbasten und dem damit verbundenen Gewichtsverlust sehr gut als Füllmaterial für Seidenbetten. Sie ist, nach Bedarf, in der Lage zu kühlen oder zu wärmen und kann bis zu einem Drittel ihres Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen.



Zum Inhaltsverzeichnis




Beitrag bewerten