Gut Schlafen ist zur Zeit nicht ganz einfach – Corona Schlaf – Beitrag in 3 Teilen

Am 21.06.2020 ist der Tag des Schlafes.

Der Tag des Schlafes wurde vor 20 Jahren ins Leben gerufen um auf die Bedeutung des Schlafes für die eigene Gesundheit aufmerksam zu machen. Das Datum wurde von den Initiatoren geschickt gewählt, denn der 21.06. ist in unseren Breitengraden der längste Tag und folglich die kürzeste Nacht, auch bekannt als die Sonnenwende.

Dieser Tag soll uns daran erinnern, wie wichtig der Schlaf für Gehirn und Körper, also unsere Gesundheit ist. Das Verpassen eines guten Nachtschlafes führt dazu, dass man sich tagsüber schläfrig fühlt. Wir widmen den diesjährigen Tag des Schlafes dem Corona Schlaf in 3 Beiträgen als Serie.


Teil 1

Was allen Menschen jedoch derzeit gemeinsam ist: Die Ungewissheit über die Zukunft, die häufig mit Ängsten und Sorgen einhergeht. Nicht zuletzt verursachen diese Ängste und Sorgen bei vielen auch massive Veränderungen im Schlafrhythmus.

Die Plötzlichkeit des Eintreffens der Krise und die Schnelligkeit der Entscheidungen der Politik über Maßnahmen wie den Lockdown oder die Maskenpflicht ließ keine Phase der Umgewöhnung zu. Der Alltag vieler Menschen änderte sich von jetzt auf gleich, was in starkem Stress resultieren kann und insbesondere auch die nächtliche Entspannung erschweren kann.

Senioren waren in ihrem Leben in der Regel schon öfters als junge Leute Veränderungen und Unsicherheiten ausgesetzt. Sie können die Situation dementsprechend mit mehr Erfahrung meistern, dennoch sind nicht zuletzt gerade sie gesundheitlich stärker betroffen. Viele sorgen sich zudem um die (finanzielle) Versorgung der Familie. Dieses “Rentenweh” bereitet vielen Kopfzerbrechen.

Kinder treffen die Einschränkungen besonders schwer: Sie sind den ständigen sozialen Austausch gewohnt und vermissen ihre Freunde und Mitschüler, das gemeinsame Herumalbern in den Pausen und manche sogar ihre Lehrer. Dieses „Schulweh“ setzt Kinder unter Druck und hier bleibt zu hoffen, dass es keine langfristigen negativen Folgen gibt.  

Viele Arbeitnehmer werden durch die Krise dazu angehalten, im Homeoffice zu arbeiten. Dies musst nicht unbedingt negativ sein, wird doch der häufig zeitaufwendige Arbeitsweg gespart. Trotzdem ist der Arbeitsplatz auch ein Ort des sozialen Austauschs, eine gewohnte Umgebung, in der man vertraute Gesichter sieht. Man trifft sich in der Pause mit Kollegen auf einen Kaffee, pflegt freundschaftliche Beziehungen. Auch der Kontakt über Videoplattformen wie Zoom kann den sozialen, direkten Austausch nicht ersetzen. Das Fehlen dieser vertrauten Umgebung macht sich in der Stimmung bemerkbar, viele Menschen werden durch dieses „Arbeitsweh“ kühler, wehleidiger und depressiver.

 

Unternehmer in Großbetrieben trifft es strukturell gesehen häufig weniger stark: Durch jahrelang etablierte, feste Strukturen geht weiterhin alles seinen gewohnten Gang.

Bei Kleinbetrieben mit zwei bis zehn Mitarbeitern kümmert sich der Chef jedoch häufig um alles selbst, muss sich mit Stornierungen, Kosten, neuen Projekten und Förderprogrammen auseinandersetzen, um den Betrieb sicher durch die Krise zu steuern. Dieses “Existenzweh”, eine Mischung aus privatem Stress, Arbeitsdruck, reduzierten Aufträgen und Kosten, betrifft viele Selbstständige und Kleinunternehmen.

Privat leiden viele Menschen unter Einsamkeit. Wir vermissen Freunde, Familie und Bekannte, mit denen wir gemeinsam Sport machen oder auf Veranstaltungen gehen. Das wir nicht mehr in diesen, doch eigentlich selbstverständlichen Genuss kommen führt zu “Sozialweh”, einer Mischung aus Wut und Angst.

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