Ist der Schlaf wirklich notwendig
oder holt unser Körper notwendige Funktionen nicht sogar am Tage nach?
Dieser Frage gingen Schlafforscher nach und verhinderten den Schlaf. Die Folgen des Schlafentzugs machten die Notwendigkeit deutlich:
Lüneburg - 10.12.2009
Die Leistung nahmen an Versuchspersonen in folgender Reihenfolge ab:
Schnelligkeit Reaktionsvermögen nimmt rapide ab: hohe Unfallgefahr
Genauigkeit
Konzentration
Gedächtnis Eingeschränkte Lernfähigkeit
Urteilsvermögen
Kraft Kognitive Berufsgruppen reagieren stärker auf Schlafmangel als kraftorientierte Berufsgruppen.
Die Infektabwehr sinkt: Killerzellen, welche Krankheitserreger und Viren bekämpfen, nehmen ab, Interleukin-6, welches in der Regel bei Entzündungen auftritt, nimmt zu.
Dieses ist vergleichsweise bei 4 – 6 Stunden Hochleistungssport festzustellen.
Daraus resultiert eine hohe Infektanfälligkeit.
Das Essverhalten ändert sich, fetthaltigere Nahrung wird bevorzugt und der Blutzucker nicht ausreichend abgebaut. Folge: Gewichtszunahme, erhöhte Gefahr an Diabetes mellitus zu erkranken.
Erhöhter Blutdruck
verringerte Lebenserwartung
Da man am Menschen keine lebensbedrohenden Untersuchung über die Folgen eines totalen Schlafentzugs durchführen wollte, nahm man dieses an Ratten vor.
Trotz erhöhter Nahrungszufuhr, verloren Sie an Gewicht, welches an einem deutlich gesteigerter Stoffwechsel lag. Ihre Körpertemperaturregulation wurde instabil, die Überhitzung des Körpers schreitet stark voran. Lässt man die Ratten wieder normal schlafen, kann sich deren Körper vollständig erholen, sofern nicht das Immunsystem oder Organe unter dem Schlafentzug gelitten hat. Ermöglicht man den Ratten weiterhin keinen Schlaf, so sterben diese nach etwa 2 bis 3 Wochen.
Der Rekord bei Menschen ohne Schlaf, welcher nicht zum Nachmachen animieren soll, liegt bei 11 Tagen und Nächten, das entspricht 264 Stunden, ohne Schlaf. Während bis zum 5. Tag eine gewisse Euphorie vorherrschte, nahm die Reizbarkeit und Aggression anschließend deutlich zu, das Gedächtnis- und die Wahrnehmung waren erheblich gestört.
Schlafentzug war im Mittelalter auch eine erfolgreiche und zudem grausame Foltermethode.
Das Schlafbewusstseins in unserem Land wird in Zukunft gezwungenermaßen zunehmen müssen. Kfz-Versicherer lehnen nicht nur bei überhöhter Geschwindigkeit und Alkoholkonsum die Ersatzleistungen ganz oder teilweise ab, sondern auch bei Bekanntwerden von Schlafstörungen - insbesondere bei Schlafapnoe. Da Schlafmangel zu erhöhter Infektanfälligkeit und Unfallrisiko führt, ist die Reaktion der Kranken- und Sachversicherungen abzuwarten.
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